Telekom-Chef zum Sprachpanscher gekürt
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Seine Vorliebe für englische Begriffe hat Telekom-Chef René Obermann den Titel „Sprachpanscher des Jahres 2011“ eingebracht.
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Der Verein mit Sitz in Dortmund bezeichnete die Internetseiten der Deutschen Telekom am Freitag in Dortmund als "eine Schocktherapie im Horrorkabinett der deutschen Sprache".

Obermann tritt mit der Auszeichnung in die Fußstapfen seines Vorgängers und ehemaligen Förderers Ron Sommer. Sommer war 1998 wegen einer Vielzahl von englischen Begriffen bei der Telekom von der Gesellschaft zum "Sprachpanscher des Jahres" ernannt worden.

Branche von internationalen Begriffen beherrscht

Die Telekom wies die Kritik zurück. Vor allem die Telekommunikationsbranche werde nun mal von Begriffen wie "Social Media", "Smartphones", "Apps" und "Cloud" dominiert, teilte das Unternehmen in Bonn mit. "Diese Begriffe haben sich nicht nur im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt, sondern finden sich zum Teil mittlerweile auch in namhaften Nachschlagewerken", sagte Pressesprecher Christian Fischer. Die Telekom sei ein internationales Unternehmen mit internationalen Produkten, die international bezeichnet werden müssten. "Es ergibt für uns keinen Sinn, etwa an Flughäfen mit internationalem Publikum ein Mobilfunk-Angebot mit einem deutschen Produkt-Namen zu bewerben", erklärte Fischer.

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