Tierschutz: Pelzfarmen klagen erfolglos
Nerze erhalten mehr Platz: Zwei Nerzfarmen aus dem Münsterland haben vergeblich gegen neue Tierschutzvorschriften geklagt.

Außerdem muss jedes Tier mindestens einen Quadratmeter Platz haben. Die Betreiber der Nerzfarmen in Hörstel und Borken hatten argumentiert, das Geschäft werde für sie durch den Umbau der Käfige unrentabel. Die neuen Tierschutzvorgaben kämen einem Berufsverbot gleich.

Die Farmbetreiber haben insgesamt fünf Verfahren gegen die Kreise Borken und Steinfurt angestrengt - alle ohne Erfolg. Die Bundesverordnung war bereits 2006 erlassen worden. Seit fünf Jahren war den Farmen eine Übergangsfrist gewährt worden, bis Ende 2011.

„Urteil mit Signalwirkung“

Tierschützer begrüßten das Urteil. "Das Gericht hat deutlich gemacht, dass die neuen Tierschutzvorgaben umgesetzt werden müssen, auch wenn damit für den Tierhalter hohe Kosten verbunden sind", lobte der Sprecher des "Arbeitskreis humaner Tierschutz", Stefan Klippstein. "Wir gehen davon aus, dass diese Urteile Signalwirkung für die Pelztierfarmen in anderen Bundesländern haben. Viele Pelztierzüchter haben bislang die neuen Vorgaben noch nicht umgesetzt. Jetzt sollte ihnen klar sein, dass dies unumgänglich ist."

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