Tiger Rasputin zurück in Münster
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Markus Ranft präpariert im Naturkundemuseum in Münster Zoo-Tiger Rasputin. Das Tier, das wegen eines Tumors eingeschläfert wurde, galt als Publikumsmagnet des Münsteraner Zoos.
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Nun kann Rasputin von der Öffentlichkeit im Museum - direkt neben dem Allwetterzoo - bestaunen werden. Am Donnerstag stellten die Experten ihre Arbeit vor.

Pfleger ins Genick gebissen - wegen Tumor eingeschläfert

Das Leben von Rasputin verlief längst nicht so friedlich, wie seine entspannte Pose auf den ersten Blick vermuten lässt. Im September 2013 hatte er seinen Pfleger ins Genick gebissen, nachdem dieser vergessen hatte, die Luke einer Schleuse zum Käfig zu schließen. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Anfang des vergangenen Jahres musste das Tier dann eingeschläfert werden, da es unter einem bösartigen Tumor litt.

Tierpräparator Markus Ranft und sein Team haben Rasputin in den vergangenen Monaten für sein Dasein als Ausstellungsobjekt vorbereitet. Dafür stülpten sie das gegerbte Fell des Tieres über eine vorgefertigte Tiger-Form. „Die große Herausforderung ist es, das Tier möglich lebensecht darzustellen. Vor allem das Gesicht ist wichtig“, erzählt Markus Ranft, als er im Naturkundemuseum sein Werk präsentiert. „Viele Besucher kennen ihn, und gerade die Tierpfleger wissen genau, wie er ausgesehen hat.“

„Rasputin war bei Besuchern sehr beliebt“

Auch Zoodirektor Thomas Wilms freut sich über das zweite Leben des Tigers: „Der Zoo ist froh, dass Rasputin in Münster bleibt, da er doch sehr beliebt war.“ Schon im Alter von zwei Jahren war Rasputin 2005 nach Münster gekommen, wo er bis zu seinem Tod im Zoo lebte.

Das Museum will Rasputin im Rahmen von Sonderausstellungen zeigen. Wann die Besucher die Raubkatze zum ersten Mal sehen können, ist noch offen. Der Tiger ist nicht das erste verstorbene Tier aus dem Münsteraner Zoo, das die Spezialisten für das Naturkundemuseum aufbereitet haben. Neben Zoo-Tieren zeigt das Haus in seinen Ausstellungen die heimische Flora und Fauna, aber auch exotische Exponate wie ausgegrabene Dinosaurier-Knochen.

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