Tom Boonen gewinnt den Münsterland-Giro
Tom Boonen, hier im Mai 2015 bei einem Rennen im belgischen Knokke, gewann am Samstagnachmittag den Münsterland-Giro.

Die Streckenführung der zehnten Auflage des Rennens war schwer wie nie. Um 12.15 Uhr starten die Profis in Ibbenbüren. In einer Schlaufe führte die 180 Kilometer lange Strecke zunächst durch den Teutoburger Wald. Zwei Runden führten jeweils über Lengerich, Leeden, Velpe, Laggenbeck und Mettingen wieder nach Ibbenbüren. Dann erst fuhren die Profis über Tecklenburg nach Münster.

Nach 16 Uhr trafen sich die Schnellsten zum Zielsprint vor dem Schloss in Münster, dabei verwies Boonen seinen Landsmann Roy Jans und den deutschen Straßenrennradfahrer Nikias Arndt auf die folgenden Plätze. Arndts Teamkollege Marcel Kittel, der das Rennen 2012 und 2013 gewonnen hatte, stieg kurz vor Ende aus. Die beiden Münsteraner Fabian Wegmann und Linus Gerdemann waren nicht am Start, weil das deutsche Nationalteam, in dem die beiden mitgefahren wären, nicht antrat.

Zum ersten Mal wurde der Münsterland-Giro als Rennen der „Hors categorie“ geführt werde. Damit ist er in die zweithöchste Rennklasse aufgestiegen und steht nun hinter dem einzigen deutschen World-Tour-Rennen, den Hamburg Cyclassics, auf einer Stufe mit dem Rennen „Rund um den Finanzplatz“ in Eschborn-Frankfurt und der Bayern-Rundfahrt. 

Im vergangenen Jahr hat Radprofi André Greipel den neunten Münsterland-Giro gewonnen. Der Giro im Münsterland gilt als das drittgrößte Radsportspektakel in Deutschland. Neben den Profis starten alljährlich auch etwa 4500 Amateur-Rennradfahrer.

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