Toter Wolf auf A2 bei Porta Westfalica gefunden
Symbolbild: dpa
Das getötete Tier wies schwere Verletzungen auf, die auf einen Unfall mit einem Pkw zurückzuführen seien.
Symbolbild: dpa

Wie das Landesamt am Mittwoch mitteilte, waren die Herforder Beamten bereits am Samstag gegen 6.20 Uhr über den Kadaver auf der A2 informiert worden. „Vor Ort fanden die Polizisten einen toten Wolf mit schweren Verletzungen“, heißt es in der Lanuv-Mitteilung weiter.

Tier wird nach der Untersuchung nach Münster verbracht

Gemäß Wolfsmanagementplan sei der Kadaver sichergestellt und durch einen vom Lanuv beauftragten Wolfsberater geborgen worden. Mit Genehmigung der unteren Naturschutzbehörde des Kreises Minden-Lübbecke sei der 38 Kilo schwere Wolf anschließend zur Untersuchung in das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin gebracht worden. „Nach der Sektion wird der Wolf in die Sammlung des LWL-Museums für Naturkunde in Münster zur Präparation und Verbleib verbracht“, teilt das Lanuv weiter mit.

Es handelt sich um den zweiten in NRW tot aufgefundenen Wolf. Bereits im April 2017 wurde in Petershagen (Kreis Minden-Lübbecke) ein männlicher Wolf durch einen Verkehrsunfall getötet. Dieses Tier wog 43 kg und war knapp zwei Jahre alt. Genetische Untersuchungen ergaben, dass er aus dem Rudel Altengrabow in Sachsen-Anhalt stammte.

Alle Wolfskadaver durchlaufen laut Lanuv im Leibnitz-Institut ein an der Humanrechtsmedizin orientiertes Untersuchungsschema, welches Computertomographie, Sektion, sowie Histologie, Parasitologie, Virologie und Bakteriologie beinhaltet. „So können etwaige Erkrankungen oder der Kontakt mit Krankheitserregern abgeklärt werden“, heißt es in der Mitteilung weiter.

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