Touristen harren Nacht in Seilbahn aus
Bild: dpa
Bergretter, die an der Bergewinde hängen, sitzen am Samstag bei Schwangau (Schwaben) an der Luke eines Polizeihubschraubers. Am Freitag stürzte ein Gleitschirmflieger in die Seile der Tegelbergbahn, die dadurch blockiert wurde. Eine der beiden Gondeln konnte evakuiert werden, in der talwärts fahrenden Gondel mussten 20 Fahrgäste die Nacht in der Kabine verbringen - sechs von ihnen stammen aus NRW.
Bild: dpa

In der engen Kabine mussten die Touristen und der Gondelführer in rund 100 Metern Höhe über einem Steilhang nahe dem Schloss Neuschwanstein ausharren. "Es lief alles glatt", sagte Roland Ampenberger von der Bergwacht Allgäu.

Gleitschirmflieger legt Bergbahn lahm

Ein Gleitschirmflieger hatte sich am Freitag aus unbekannter Ursache in den Seilen der Tegelbergbahn verfangen und sie lahmgelegt. 132 Menschen warteten zu diesem Zeitpunkt auf der Bergstation der Kabinenbahn. Hubschrauber flogen sie ins Tal. Aus einer zweiten Gondel wurden bis zum Freitagabend 30 Menschen abgeseilt.

Wind behindert Rettung

Die in der oberen Gondel festsitzenden Menschen konnten allerdings wegen aufkommender Winde bis zum späten Abend nicht in Sicherheit gebracht werden. Nach Einbruch der Dunkelheit beleuchteten die Rettungskräfte den Berg mit Flutlicht.

Alle Eingeschlossenen wohlauf

Die Geretteten, darunter fünf Kinder im Alter von vier bis zwölf Jahren, wurden in einem Zelt medizinisch betreut und mit Essen, Getränken und Decken versorgt. Alle seien den Umständen entsprechend wohlauf, sagte Ampenberger. Der älteste Eingeschlossene in der etwa zwölf Quadratmeter großen Gondel war 75 Jahre alt.

SOCIAL BOOKMARKS