Trendsport Wandern lässt Kassen klingeln
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Das Wandern hat das Alte-Leute-Image abgelegt - und ist eine wichtige Quelle für die Tourismusbranche im Sauerland.
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Die Strecke vom sauerländischen Brilon ins hessische Dillenburg ist eine der Wander-Autobahnen in NRW. „Wir rechnen mit jährlich rund 1,5 Millionen Menschen, die bei uns unterwegs sind", sagt Ulrike Becker vom Rothaarsteigverein in Schmallenberg. 1,2 Millionen machen davon als Tagesgast nur eine kleine Etappe des insgesamt 154 Kilometer langen Fernwanderweges, der am 6. Mai vor zehn Jahren offiziell eröffnet wurde.

Wanderwege als Zugpferde für die Region

Neben Radfahren und Städtetourismus sei das Wandern eines der Hauptmotive für einen Kurzurlaub in NRW, sagt Harald Knoche, der sich um die Infrastruktur kümmert.  Überall im Lande gebe es mittlerweile schöne Wanderwege, die diesem Bedürfnis gerecht würden. Rhein-, Eifel oder Rothaarsteig, der Eggeweg und die Hermannshöhen sind dabei für die jeweilige Region das Zugpferd.

Mittlerweile arbeiten die Verantwortlichen der bekannten Wanderwege zusammen. "Jeder hat seinen Reiz", sagt Knoche. Während man vom Rheinsteig beispielsweise überall ins Tal komme, könne der Rothaarsteig als "Weg der Sinne" mit Ruhe und Naturerlebnis punkten.

Jahresumsatz von 33 Millionen Euro für die Tourismusbranche

Der Ausbau und die Werbung für die Wanderwege ist aktive Wirtschaftsförderung. Davon leben Hotels und Gastwirte entlang der Strecke.

„Gut Essen und Trinken ist vielen wichtig. Die wollen sich nach der Tour belohnen", sagt Knoche. Eine Studie habe gezeigt, dass ein Tagesgast 15 Euro ausgebe, ein Übernachtungsgast lasse 50 Euro in der Region, sagt Knoche. Hochgerechnet auf die 1,2 Millionen Tageswanderer und 300 000 Wander-Kurzurlauber mache das einen Jahresumsatz von rund 33 Millionen Euro für die Tourismusbranche entlang des Rothaarsteiges.

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