Tuningszene versetzt Paderborn in Unruhe
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Die Auto-Tuningszene dreht derzeit in Paderborn mächtig auf. Polizei und Ordnungsamt reagieren jetzt mit verstärkten Kontrollen.
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An den vergangenen Wochenenden gingen bei der Polizei vermehrt von Anwohnern Beschwerden über Lärm durch heulende Motoren und quietschende Reifen ein. Auch die Dienst habenden Polizisten registrierten freitagabends deutlich mehr getunte Fahrzeuge im Stadtgebiet.

Nachdem es offenbar auch wiederholt zu Rennen auf dem Truppenübungsplatz Senne gekommen ist, stimmen jetzt Kreispolizeibehörde.  Stadtverwaltung und die britische Militärpolizei  ein gemeinsames Vorgehen ab. Der leitender Polizeidirektor Andreas Krummrey betont: „Solche Treffen dürfen nicht zu Lasten der Allgemeinheit, insbesondere der Anwohner, und auf Kosten der Verkehrssicherheit stattfinden. Das muss auch der Tuningszene bewusst sein. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss mit deutlichen Sanktionen rechnen.“

Erst am vergangenen Freitag zog die Polizeibehörde neben dem Libori-Einsatz Kräfte für einen zusätzlichen Verkehrseinsatz in Sachen Tuningszene zusammen. Im Laufe des Abends sammelten sich 500 Fahrzeuge auf den Parkplätzen am Uni-Sportzentrum. Später tauchten 200 Szeneautos in der Senne auf. Dort wurden 25 Anzeigen wegen des unbefugten Aufenthalts auf dem Truppenübungsplatz verhängt. Laut Senneverordnung ist Autofahren in der Senne nur zum reinen Durchfahren erlaubt. Überall gilt ein Halteverbot. Das Anhalten und Aussteigen wird als Betreten militärischer Anlagen mit einem Bußgeld geahndet.

 An elf Fahrzeugen stellten die Polizisten technische Mängel fest und brachten diese zur Anzeige; dabei musste ein Wagen abgeschleppt werden. Sieben Geschwindigkeitsverstöße ahndeten die Einsatzkräfte im Zuge der Aktion.

Am kommenden Wochenende bleibt der Truppenübungsplatz wegen einer Veranstaltung ohnehin abends und nachts gesperrt. Die britischen Militärbehörden beabsichtigen jedoch, die Paradestraße auch in Zukunft abzusperren, um hier weitere Treffen zu unterbinden. In Paderborn wird auch das Ordnungsamt gegen die Ruhestörungen aus der Tuningszene einschreiten. Die Polizei bleibt weiter präsent, um Verkehrsverstöße zu ahnden und gefährliche Fahrmanöver zu verhindern.

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