Undichte Öl-Kaverne vermutlich gefunden
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Fachleute für Bodenanalysen untersuchen haben am Mittwoch in Gronau-Epe auf einem Hof den Ackerboden untersucht. Dort sind am 12. April große Mengen Öl ausgetreten. Das Öl stammt aus unterirdischen Ölspeichern.
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Von Montag an solle eine 220 Meter tiefe Bohrung weitere Erkenntnisse über die Ursache des Ölaustritts liefern, wie die Bezirksregierung am Freitag mitteilte. Auch eine weitere Prüfung der Kavernenanlage werde vorbereitet. „Hierzu werden weitere High-Tech-Unternehmen hinzugezogen“, hieß es.

Am Freitagnachmittag machte sich NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Grüne) ein Bild von den Schäden vor Ort.

Am 12. April hatte ein Landwirt auf seiner Rinderweide in der Ortschaft Gronau-Epe (Kreis Borken) ein dickflüssiges Wasser-Öl-Gemisch entdeckt. Das Öl trat auch an zwei weiteren Stellen aus dem Boden.

Öl im Grundwasser gefunden

Sogar im Grundwasser seien mittlerweile an mehreren Messstellen Ölspuren festgestellt worden, berichtete die Bezirksregierung weiter. Damit es sich nicht weiter verteilen kann, soll ab Montag eine abdichtende Schlitzwand erstellt werden. Die Schutzwand werde bis in eine geologisch abdichtende Tonschicht reichen. Durch Kontrollmessungen sei die Sicherheit der Trinkwasserversorgung jederzeit gewährleistet, betonte die Behörde.

Die Salzgewinnungsgesellschaft Westfalen betreibt die riesigen Ölspeicher in mehr als 1000 Metern Tiefe in Hohlräumen, die durch den Abbau von Salz entstanden sind, sogenannten Kavernen. In direkter Nähe zu dem Ölfundort liegen zwei Naturschutzgebiete. Dort kam es nach früheren Angaben der Behörde allerdings nicht zu Verunreinigungen.

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