Uni Bielefeld baut an ihrer Zukunft

Neben dem Hauptgebäude der Universität Bielefeld entsteht derzeit ein Ersatzneubau.

Die Erdarbeiten auf dem Grundstück direkt neben dem Uni-Hauptgebäude sind fast abgeschlossen. Die Gründung des Bauwerks auf 900 Stahlbetonpfählen ist in vollem Gange, und am Montag (23. Mai) wird NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze zur offiziellen Grundsteinlegung erwartet. Dr. Christian Schepers, der für das Bauprojekt zuständige Dezernatsleiter der Hochschulverwaltung, wünscht sich aber schon den Herbst 2013 herbei. Denn in zweieinhalb Jahren soll der Ersatzneubau bezogen werden. Auf 30 000 Quadratmeter Nutzfläche soll er unter anderem die Fakultäten Geschichtswissenschaften, Philosophie und Theologie, Soziologie sowie das Institut für Wissenschafts- und Technikforschung beherbergen – und dazu die zentrale Mensa mit 2000 Sitzplätzen für Studierende und Beschäftige der Universität und der Fachhochschule Bielefeld.

Eines der größten Bauwerke in Europa

Die Fertigstellung des „Ersatzneubaus“ ist die Vorraussetzung, um das 40 Jahre alte Hauptgebäude der Universität Bielefeld umfassend sanieren zu können. Die Modernisierung des Mammutbauwerks mit 150 000 Quadratmetern Nutzfläche erfolgt in sechs Bauabschnitten ab 2014. Bis 2025 sollen die Haustechnik, der Brandschutz und die Wärmedämmung den heutigen Anfordungen angepasst werden. Die Planungen dazu laufen. Die Baukosten dürften mehrere 100 Millionen Euro betragen. Gemessen an der Nutzfläche zählt das Hauptgebäude der Uni Bielefeld übrigens zu den größten Bauwerken in Europa, wie Dezernent Dr. Christian Schepers gestern berichtete. Über mehr Nutzfläche verfügte nur der für den rumänischen Diktator Ceausescu errichtete Palast in Bukarest.

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