Unwetter richtet 100 Millionen Euro Schaden an
Nach ersten Schätzungen der Versicherungswirtschaft hat das Unwetter am Pfingstmontag in NRW einen Schaden in Höhe von mindestens 100 Millionen Euro verursacht.

In der Nacht zu Mittwoch ist es in NRW ebenfalls zu Gewittern und Regen gekommen - allerdings waren diese Wetterkapriolen nicht vergleichbar mit dem schweren Unwetter vom Pfingstmontag. Die Polizei spricht von einer ruhigen Nacht auf Mittwoch.

Insgesamt hat „Ela“ rund 80.000 Bäume beschädigt.

Zugausfälle und Verspätungen

Bahnreisende in NRW müssen sich auch am Mittwoch auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, sind zahlreiche Strecken wegen der Schäden durch das Unwetter weiter gesperrt. Im Fernverkehr enden sämtliche IC- und ICE-Züge, die eigentlich durch das Ruhrgebiet fahren sollten, vorzeitig in Köln, Hamm und Münster.

Im Bahnverkehr kam es auch am Mittwoch aufgrund der Unwetterfolgen in NRW zu Zugausfällen und Verspätungen.

Mehrere Regionalzugverbindungen und S-Bahnen fallen komplett aus. Andere Linien werden nur teilweise befahren. Stellenweise fahren Busse als Ersatz. Die Bahn informiert auf ihrer Internetseite über den aktuellen Stand der Sperrungen.

49 wetterbedingte Einsätze

Trotz zahlreicher Gewitter und Hagelschauer hat die Polizei in Nordrhein-Westfalen am Mittwochmorgen von einer ruhigen Nacht berichtet. Im Zeitraum von 20 Uhr am Dienstag bis 3 Uhr am Mittwoch habe es in NRW lediglich 49 wetterbedingte Einsätze gegeben, sagte ein Sprecher der Landesleitstelle der Polizei in Duisburg. Dabei gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine Verletzten.

Auch auf den Autobahnen Nordrhein-Westfalens hat sich die Lage laut Polizei beruhigt. Dort gebe es nach aktuellem Stand keine wetterbedingten Sperrungen mehr.

Schäden im Hochsauerland

Gewitter, Starkregen und Hagelschauer haben jedoch am Dienstagabend im Hochsauerland örtlich große Schäden angerichtet. In Schmallenberg berichteten Augenzeugen von Hagelkörnern mit mehr als vier Zentimetern Durchmesser, die in Dachfenster und Lichthauben einschlugen. I

n einem Schulzentrum ergoss sich durch die zerstörten Lichtkuppeln das auf dem Dach gestaute Wasser ins Gebäude. Dort wurde es von der Feuerwehr abgepumpt. „

Am Mittwoch sollen die Hauptschüler zunächst zu Hause bleiben“, sagte ein Vertreter der Stadtverwaltung. Weil das Gebäude vermutlich längere Zeit nicht genutzt werden kann, sucht die Stadt nach Ersatzräumlichkeiten für den Unterricht.

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