Unwetter verschont Region weitgehend
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Überschwemmt Straßen und Autobahnen sorgten nach dem Unwetter auch in der Region für Behinderungen.
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Der starke Regen und Sturmböen von fast 90 Stundenkilometern hatten landesweit zu mehreren hundert Polizei- und Feuerwehr-Einsätzen geführt. Insgesamt seien die Einsätze jedoch glimpflich ausgegangen, hieß es bei der Polizei. Gleiches gilt laut der Polizei für den Kreis Warendorf. In Ahlen, Beckum und Neubeckum konnten die Gullys die starken Regenmassen nicht aufnehmen, so dass Fahrbahnen überflutet wurden. In Walstedde riss der Sturm einen Baum auf ein Haus. Menschen kamen dabei nicht zu Schaden. Der Feuerwehrleitstelle wurden insgesamt 24 Gefahrenstellen gemeldet. Auf der Autobahn 43 bei Münster stand am Donnerstagabend zeitweise die Fahrbahnen unter Wasser. Die Feuerwehr musste anrücken und die Fahrbahnen reinigen. In Ostwestfalen-Lippe mussten Feuerwehrleute etwa 50 Mal vor allem in den Kreisen Lippe und Gütersloh sowie in Bielefeld ausrücken, um umgestürzte Bäume abzuräumen oder überflutete Fahrbahnen zu säubern. In Rheda-Wiedenbrück deckte eine Windhose Dachziegel von mehreren Häusern ab.

6000 Blitze in zwei Stunden

Bis zu 6000 Blitze zählte der Wetterdienst Meteomedia innerhalb von zwei Stunden. Ein Meteorologe sprach von „richtig schweren Gewittern“. Die Unwetterzone zog im Laufe der Nacht weiter in östliche Richtung. Für den Kreis Warendorf hob der Deutsche Wetterdienst die Unwetterwarnung bereits gegen 21.45 Uhr wieder auf.

Sonntagabend erneut Gewitter möglich

Bei dem Unwetter am Donnerstagabend hat es mancherorts in NRW so stark geregnet wie sonst in zwei Wochen. Am meisten kam in Essen mit 41 Litern pro Quadratmeter und in Aachen mit 38 Litern pro Quadratmeter herunter, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdienstes am Freitag sagte. In einem ganzen Monat fielen normalerweise 70 bis 80 Liter Regen, erläuterte der Meteorologe. Am Sonntagabend und in der Nacht zum Montag drohen wieder schwere Unwetter und Gewitter.

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