Vergiftete Pausenbrote: Prozess beginnt
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Über Jahre soll ein Mann soll mehrere seiner Arbeitskollegen in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock mit gefährlichen Substanzen auf deren Pausenbroten vergiftet haben. Am Donnerstag beagnn der Prozess: Der Angeklagte sitzt im Bild mit einer Mappe vor dem Gesicht im Gerichtssaal neben seinen Verteidigern, Christina Peterhanwahr und Henning Jansen.
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Zum Auftakt verlas die Staatsanwaltschaft ihre Anklage. Darin geht es um versuchten Mord sowie schwere und gefährliche Körperverletzung. Der 57 Jahre alte Deutsche Klaus O. wollte nach Ansicht der Anklage seine Kollegen in dem Betrieb in Schloß Holte-Stuckenbrock beim körperlichen Verfall beobachten. Deren Tod habe er zumindest billigend in Kauf genommen.

Der Staatsanwalt schilderte, wie der Angeklagte von 2015 bis 2018 immer wieder Brotdosen aus den Taschen und Rucksäcken der Kollegen entwendet haben soll. Dann verstreute der verheiratete Schlosser laut Anklage auf den Broten Pulver, darunter Bleiacetat und Quecksilber, und legte die Dosen zurück. Als Folge wurden Kollegen schwer krank. Eines der Opfer liegt seit Jahren mit schweren Hirnschäden im Wachkoma, andere haben schwere Nierenschäden.

Der Angeklagte äußert sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Dem Staatsanwalt hörte er ohne sichtliche Regung zu. Der Prozess wird am 26. November fortgesetzt.

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