Verhandlung im Mordprozess fällt aus
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Der Prozess um die tödlichen Misshandlungen im sogenannten Horrorhaus von Höxter wird nicht am Dienstag fortgeführt, sondern erst zu einem späteren Zeitpunkt.
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Das Gericht wird deshalb erst in der kommenden Woche bekanntgeben, wie es mit dem Gutachter Michael Osterheider weitergeht.

Der Professor der Uni Regensburg steht in der Kritik, weil er sich in seiner Vernehmung zu Gesprächen mit dem Angeklagten Wilfried W. in Widersprüche verwickelt und sich anschließend wiederholt krank gemeldet hatte. Die Verteidiger hatten ihm darauf das Vertrauen entzogen. Ihr Vorwurf des Abrechnungsbetrug ist nach Überprüfung durch das Gericht aber inzwischen vom Tisch. Ein Gespräch eines Mitarbeiters mit Wilfried W. in der Justizvollzugsanstalt Detmold hat Osterheider nicht abgerechnet.

Wilfried W. (47) und seine Ex-Frau Angelika W. (48) sind wegen Mordes durch Unterlassen angeklagt. Das Duo sollen über Jahre hinweg mehrere Frauen in das Haus nach Ostwestfalen gelockt und dort schwer misshandelt haben. Zwei Frauen aus Niedersachsen starben infolge der Quälereien.

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