Vermisstenfall Hüllhorst vor Gericht
Vor dem Landgericht Bielefeld hat der Prozess im Vermisstenfall Hüllhorst begonnen.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der seinerzeit 46-jährige Physiotherapeut erschlagen wurde. Der mutmaßliche Täter und dessen Freundin stehen jetzt in Bielefeld vor Gericht.

Bei dem Beschuldigten (46) handelt es sich um den Freund der ehemaligen Lebensgefährtin des Hüllhorsters. Die 40-Jährige hatte erst Tage nach dem Verschwinden des Physiotherapeuten eine Vermisstenanzeige aufgegeben. 

Später zog die Frau zu ihrem jetzt mitangeklagten Freund und verkaufte gemeinsam mit ihm persönliche Dinge des Vermissten. Dazu verwickelte sie sich bei Aussagen in Widersprüche. 

„Als Tatmotiv kommen sowohl die Eifersucht des Beschuldigten als auch das Vermögen des Opfers in Betracht“, hatte der Leiter der zuständigen Mordkommission „Heide“, Hauptkommissar Thorsten Stiffel, bei der Verhaftung des 46-Jährigen deutlich gemacht.

Ob die gesammelten Indizien den Richtern für eine Verurteilung ausreichen, wird sich erst Mitte Oktober zeigen. Dann will das Gericht nach jetzigem Terminplan das Urteil sprechen.

SOCIAL BOOKMARKS