Veterinäramt untersucht verendete Frischlinge
Jäger haben bei Anröchte vier verendete Frischlinge aufgefunden. Die Kadaver werden nun untersucht.

Die jeweils 15 Kilogramm schweren Tiere waren nach Angabe des Kreises in einem Umkreis von etwa 300 Metern entdeckt worden. Bei der Nachsuche am Montag sei ein weiterer toter Frischling entdeckt worden. Die Blutproben seien zusammen mit den bereits am Wochenende geborgenen Kadavern der Frischlinge ans Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Westfalen in Arnsberg gebracht worden.

„Das geht seinen geordneten Gang“, sagte Kreissprecher Wilhelm Müschenborn am Montag. Mit einem Untersuchungsergebnis rechnete der Sprecher für Dienstag. Der Fund von verendeten Wildtieren sei nichts Außergewöhnliches.

Diskussion in sozialen Netzwerken

In sozialen Netzwerken war am Wochenende die Diskussion hochgekocht, ob die Tiere von der hoch ansteckenden Afrikanischen Schweinepest befallen sein könnten. Gemutmaßt wurde jedoch auch, dass die Tiere Apfeltrester (Pressrückstände bei der Saftherstellung) gefressen haben könnten und dann verendet seien.  Trester wird im Rahmen von Drückjagden als Wildfutter eingesetzt. 

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Tierseuche. Für den Menschen ist sie nicht gefährlich. Sie ist in Deutschland bislang noch nicht nachgewiesen worden. Landwirte müssen mit massiven wirtschaftlichen Verlusten rechnen, sobald hierzulande der erste Krankheitsfall nachgewiesen wird. So ist nach Angaben des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands (WLV) mit einem Exportstopp für deutsches Schweinfleisch beim Nachweis der ASP zu rechnen. Der WLV geht in einem solchen Fall von Umsatzausfällen in Milliardenhöhe aus.

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