Viele Hausärzte - aber ungleich verteilt
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Laut Ärzteatlas 2016 gibt es in Westfalen generell genügend Hausärzte - allerdings sind die regionalen Unterschiede enorm. 
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Also wird das Planungssoll überschritten. Jedoch gibt es Regionen mit deutlich geringeren Wert: Altena im Märkischen Kreis ist mit 67,6 Prozent Versorgungsgrad der negative Spitzenreiter bundesweit. Nicht erfüllt wird das Soll von 100 Prozent auch in Teilen Ost- und Südwestfalens.

Herdecke mit am besten versorgt

Auf der anderen Seite gehört Herdecke bei Witten mit 161 Prozent zu den am besten versorgten Regionen in Deutschland. Überdurchschnittlich gut ist die Situation der hausärztlichen Versorgung in Teilen des Münsterlandes und der Ruhrregion.

Altersstruktur potenziell ungünstig

Potenziell ungünstig ist auch die Altersstruktur der Hausärzte in Westfalen, zeigt der Ärzteatlas. Mehr als 35 Prozent sind über 60 Jahre alt und dementsprechend nah am Ruhestand. Im Bundesdurchschnitt liegt dieser Anteil bei knapp 33 Prozent.

Drohende Unterversorgung in einigen Landstrichen

Insgesamt beobachtet das AOK-Institut in Deutschland eine steigende Ärztedichte mit einer ungleichen Verteilung. „Einer Unterversorgung oder drohenden Unterversorgung in einigen Landstrichen steht eine deutliche Überversorgung insbesondere in Ballungsgebieten und für Ärzte attraktiven Regionen gegenüber.“

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