Viele Zollverstöße in Shisha-Cafés
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In vielen Wasserpfeifen-Cafés wird gegen Zollbestimmungen verstoßen.
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„Fast alle verkaufen den Tabak portionsweise aus Großpackungen, obwohl dies verboten ist“, sagte Jörg Riesenweber vom Zoll in Hagen am Donnerstag. Im Zuständigkeitsbereich seiner Behörde gibt es insgesamt 54 Wasserpfeifen-Cafes. Häufig werde zudem eingeschmuggelter unversteuerter Tabak verkauft oder der Tabak nachträglich mit Feuchtemitteln verschnitten. Die angebotenen Tabake enthielten oft weit mehr Glycerin als die in der Tabakverordnung als Höchstgrenze erlaubten 5 Prozent. Das Glycerin sorge dafür, dass der Tabak mehr qualme, sagte Riesenweber. Allerdings gelten diese Zusatzstoffe laut einer Mitteilung des Hauptzollamtes in Dortmund als „extrem krebserregend“.

Insgesamt wurden in den ersten Wochen des Jahres 2014 schon mehr als 90 Kilo unversteuerter oder verschnittener Wasserpfeifentabak sichergestellt, berichtete die Behörde. Im vergangenen Jahr waren insgesamt rund 150 Kilo sichergestellt worden. Gegen viele Cafe-Betreiber liefen bereits mehrere Strafverfahren und Ordnungswidrigkeitsverfahren.

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