Vier Gemeinden in Westfalen schuldenfrei
Vier westfälische Gemeinden waren Ende 2017 schuldenfrei. Insgesamt belaufen sich die Schulden der Gemeinden auf 25 Milliarden Euro.

Landesweit waren die Gemeinden und Gemeindeverbände mit insgesamt 61,7 Milliarden Euro verschuldet. Das waren 1,5 Milliarden Euro bzw. 2,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Rein rechnerisch war jeder NRW-Einwohner mit 3447 Euro verschuldet; die durchschnittliche Pro-Kopf-Verschuldung war damit um 27,3 Prozent höher als zehn Jahre zuvor (damals: 2 708 Euro).

Hagen mit höchster Pro-Kopf-Verschuldung

In Westfalen weist Hagen mit 7164 Euro je Einwohner die höchste Pro-Kopf-Verschuldung auf. Im Vergleich zu 2007 stieg dieser Wert um etwa 38 Prozent. Auch Herten (6974 Euro je Einwohner) und Gelsenkirchen (5164 Euro je Einwohner) liegen deutlich über dem Landesdurchschnitt. In diesen Städten hat sich die Pro-Kopf-Verschuldung in den vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt.

Schuldenlast ist „besorgniserregend“

Der Landkreistag Nordrhein-Westfalen (LKT NRW), der als kommunaler Spitzenverband der 31 Kreise des Landes rund elf Millionen Einwohnern vertritt, bewertet die Schuldenlast weiter als “besorgniserregend”. “Obwohl wir uns seit acht Jahren in einer Hochkonjunktur befinden, bleiben die kommunalen Schulden auf höchstem Niveau“, warnte der Hauptgeschäftsführer des LKT NRW, Dr. Martin Klein

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