Vor Revierderby: Haftstrafe für BVB-Ultras 
Polizisten trennen Fans von Borussia Dortmund und Schalke 04.

Beide müssen laut dem Urteil von Donnerstag jeweils zwei Jahre und vier Monate in Haft. Wie sich aus SMS-Verkehr nach der Tat ergab, gingen sie davon aus, dass ihr Opfer ein Anhänger der Königsblauen war. Tatsächlich war der 23-Jährige aber selbst Dortmund-Fan. Er erlitt zahlreiche Platzwunden und eine schwere Gehirnerschütterung. An dem brutalen Überfall waren noch drei weitere Borussen-Fans beteiligt. Diese konnten bisher nicht identifiziert werden. Die beiden Angeklagten kennen die Namen ihrer Begleiter angeblich nicht. „Wenn sie uns die Mittäter genannt hätten, wären wir möglicherweise noch zu einer Bewährungsstrafe gekommen“, sagte Richter Rolf Mattern in der Urteilsbegründung.

Richter: „Feiger und brutaler Überfall“

Der Vorsitzende des Schöffengerichts nannte die Tat der beiden Männer einen "feigen und brutalen Überfall". Die Angeklagten hätten nach der Partie gegen Schalke (0:0) offensichtlich gezielt nach Gewalt gesucht. „Sie brauchten ein Opfer, einen Grund brauchten sie nicht.“ Mehrere Augenzeugen sagten vor Gericht aus, die Angeklagten hätten mit voller Wucht auf den Kopf ihres Opfers eingetreten: „Das war wie bei einem Fußballer, der einen Ball kickt.“ Die beiden BVB-Ultras haben nun noch die Möglichkeit, gegen das Urteil Berufung einzulegen. Dann käme es am Dortmunder Landgericht zu einem neuen Prozess.

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