Vorsitzender glaubt nicht an Vorteilsnahme
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Gegen den Pferdezuchtverband Westfälisches Pferdestammbuch aus Münster wird derzeit unter anderem wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
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Bei den Vorwürfen geht es um mutmaßliche Unregelmäßigkeiten bei Hengstverkäufen. Die Ermittlungen richten sich gegen den Verband und seinen Geschäftsführer.

Der Fall steht aber nicht im Zusammenhang mit den seit über einem Jahr laufenden Ermittlungen gegen leitende und inzwischen vom Land NRW entlassene Beschäftigte des Landgestüts in Warendorf. Laut Ermittlerkreisen soll sich der Verdacht gegen den Verein jedoch im Zuge der Untersuchung gegen das Landgestüt ergeben haben.

Keine Anhaltspunkte für strafrechtliches Vergehen

In dem Schreiben an die 7700 Mitglieder des zweitgrößten deutschen Pferdezuchtverbands teilt Johanshon mit, „dass es aufgrund unserer eigenen bisherigen Erkenntnisse keine Anhaltspunkte für strafrechtlich relevante Vorwürfe gibt“. Im Hinblick auf das laufende Verfahren könne er jedoch keine näheren Details nennen.

Der Vorsitzende betont in seinem Brief, dass der Vorstand mit seinem Geschäftsführer und der Geschäftsstelle in den vergangenen Jahren ein „System transparenter Geschäftsabläufe“ aufgebaut habe. Auch seien die Geschäfte, die nach Kenntnissen Johanshons Teil des Verfahrens sind, unter Beteiligung von Vorstand und Kassenprüfung begleitet worden. Teilweise auch mit Beratung von Juristen und Steuerberatern.

„Keinerlei Vorteilsnahmen persönlicher Art“

„Sollte es bei der Erledigung der Geschäftsvorfälle dennoch zu Fehlern gekommen sein, so werden wir selbstverständlich alles tun, um deren Wiederholung in Zukunft abzustellen“, heißt es weiter in dem Schreiben. Johanshons ist sich aber sicher, „dass es bei dem im Ermittlungsverfahren in Rede stehenden Vorfällen beim Westfälischen Pferdestammbuch zu keinerlei Vorteilsnahmen persönlicher Art gekommen ist“.

Solidarität mit Geschäftsführer

Aus diesem Grund soll es laut dem Vorstandsvorsitzenden auch keine Vorverurteilung oder pauschale Anschuldigungen geben: „Wir fühlen uns in allen gemeinsam abgewickelten Geschäftsvorfällen solidarisch zu unserem Geschäftsführer und werden gemeinsam, so wie es heute im Westfälischen Pferdestammbuch üblich ist, jetzt und in Zukunft zusammenstehen.“

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