Vorwurf der Kinderpornografie gegen Bielefelder
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Polizei und Staatsanwaltschaft haben bei einer bundesweiten Razzia ein Internetforum für Kinderpornografie ausgehoben. Unter den Verdächtigen ist auch ein Mann aus Bielefeld.
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Er sowie bundesweit vier weitere Männer im Alter zwischen 37 und 49 Jahren stehen unter dem Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs an Kindern. Festnahmen hat es bisher nicht gegeben.

Der Bielefelder und drei Männer aus Berlin im Alter von 37, 46 und 49 Jahren sowie ein 47-Jähriger aus Niedersachsen stehen unter besonders gravierendem Verdacht.

Deutschlandweit durchsuchten die Ermittler laut den Angaben 125 Wohnungen von insgesamt 115 Tatverdächtigen zwischen 21 und 60 Jahren. In dem Internetforum soll es in zwei Untergruppen um Kindesmissbrauch und Kinderporno-Tausch gegangen sein.  Einige Männer sollen dort auch von Missbrauchserfahrungen berichtet haben.

Bei der Razzia wurde umfangreiches Beweismaterial sichergestellt - darunter Computer, Notebooks und USB-Sticks. Die Ermittler seien wegen eines anonymen Hinweises auf die Verdächtigen aufmerksam geworden, so die Staatsanwaltschaft weiter. Festnahmen habe es bisher nicht gegeben.

Die meisten Wohnungen durchsuchten Beamte mit 29 in Nordrhein-Westfalen, gefolgt von 26 in Berlin, 14 in Bayern und 13 in Hessen. Insgesamt waren 13 Bundesländer betroffen. Informationen zu einzelnen Städten wollte die Behörde mit Verweis auf die Ermittlungen nicht bekanntgeben. Bei den Razzien ging es um den Verdacht der Verbreitung, des Erwerbs und des Besitzes von Kinderpornografie.

260 Computer gesichert

Der Vorwurf richtet sich gegen einige Nutzer eines sozialen Netzwerks für Homosexuelle. In zwei geschlossenen Untergruppen sollen sie kinderpornografische Videos und Bilder ausgetauscht haben. Die Ermittler seien wegen eines anonymen Hinweises auf die Verdächtigen aufmerksam geworden, so die Staatsanwaltschaft. Festnahmen habe es entgegen ersten Medienberichten nicht gegeben, sagte Oberstaatsanwalt Alexander Badle. 550 Polizisten sicherten bei der bundesweiten Durchsuchung Tausende von möglichen Beweisen: darunter 260 Computer, 850 externe Speichermedien wie Festplatten, 150 mobile Geräte wie Tablets und Smartphones und rund 7500 CDs oder DVDs. Die Sichtung werde Monate dauern, sagte Badle. Zur Herkunft der Kinderpornos konnte der Sprecher noch keine Auskunft geben. Bisher seien keine ausländischen Behörden involviert.

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