Vorzeitiger Ferienbeginn kann teuer werden
Am Freitag ist letzter Schultag. Wer mit seinen Kindern unentschuldigt vorzeitig in die Ferien geht, muss mit einem Bußgeld rechnen.

Wer ohne Erlaubnis außerhalb der Ferien fährt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Bußgeldpflichtig ist jeder sorgeberechtigter Elternteil für jedes einzelne schulpflichtige Kind. Die Höhe des Bußgeldes ergibt sich aus dem Schulgesetz des Landes Nordrhein-Westfalen und kann bis zu 5000 Euro betragen, teilt die Bezirksregierung Münster mit.

Ausnahmen bei unaufschiebbaren Ereignissen

Nur mit Erlaubnis des Schulleiters ist es möglich, vom festgelegten Schuljahresende oder Schuljahresbeginn und dem Verbot von Beurlaubungen im Zusammenhang mit den Schulferien abzuweichen. Wichtige Gründe für eine Beurlaubung können insbesondere persönliche, unaufschiebbare Ereignisse wie beispielsweise die Erkrankung von Angehörigen oder Beerdigungen sein. Nicht berücksichtigungsfähig sind feste Buchungstermine von Pauschalreisen oder die Abnahmeverpflichtung von „vollen“ Ferienhauswochen.

Im Regierungsbezirk sind in diesem Zusammenhang im vergangenen Jahr 42 Bußgeldbescheide verschickt worden, teilte die Bezirksregierung Münster auf Anfrage mit. Deutlich häufiger werden Bußgelder gegen chronische Schulschwänzer beziehungsweise deren Eltern ausgesprochen. 2014 waren das immerhin 437 Fälle. Das Schulgesetz sieht bis zu 1000 Euro Bußgeld vor. Dazu kommt es, wenn vermehrtes Fehlen eines Schülers nicht glaubhaft entschuldigt werden kann. In diesem Fall prüft zunächst die Schule den Fall. Sollten trotzdem Zweifel bestehen bleiben oder Entschuldigungen weiterhin fehlen, gibt die Schule den Fall an die Bezirksregierung weiter.

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