Vossen zeigt sich vor Gericht reumütig
Archivbild: dpa
Der Filmproduzent Felix Vossen zeigt sich vor Gericht reumütig. Laut Anklage brachte er seine Eltern und rund 30 Freunde und Bekannte mit Versprechen von Traumrenditen um zweistellige Millionenbeträge.
Archivbild: dpa

„Es tut mir ganz furchtbar leid“, sagte Vossen. Der Richter kündigte das Urteil für den frühen Abend an. Der Verteidiger hat im Namen Vossens eine Haftstrafe von sechs Jahren für angemessen bezeichnet. Die Staatsanwaltschaft hat sechs Jahre und zehn Monate Gefängnis gefordert.

Versprochene Traumrenditen blieben aus

Vossen, Enkel des Textilfabrikanten Burghardt Vossen, hatte sich als erfolgreicher Anleger ausgegeben. Laut Anklage brachte er seine Eltern und rund 30 Freunde und Bekannte mit Versprechen von Traumrenditen um zweistellige Millionenbeträge. Statt das Geld anzulegen, hat er vermeintliche Erträge anfangs mit den Einlagen neuer Investoren ausgezahlt.

Hicks: „Felix ist ein durchtriebener Gauner“

2015 brach das Geschäft zusammen und Vossen tauchte unter. Er wurde ein Jahr später in Spanien gefasst. Eines seiner Opfer, der britische Immobilienmakler Russell Hicks, hatte umgerechnet mehr als vier Millionen Euro bei Vossen investiert. Er erhielt anfangs einige Gewinne ausgezahlt, bezifferte seinen Schaden aber als immens. „Felix ist ein durchtriebener Gauner. Fallen Sie nicht auf seine Krokodilstränen herein“, sagte er dem Richter.

SOCIAL BOOKMARKS