Wahl des Hauptgeschäftsführers geplatzt
Bild: Bitter
Die Spitze des Handwerks in OWL: (v. l.) Kammerpräsidentin Lena Strothmann, Hauptgeschäftsführer Michael Heesing, sein Stellvertreter Wolfgang Borgert, Vizepräsident Ralf Noltemeyer.
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Grund: Der namentlich nicht genannte Favorit, auf den sich der Vorstand geeinigt hatte, zog seine Bewerbung zurück. Er sollte Nachfolger von Hauptgeschäftsführer Michael Heesing werden, der im Juli 2017 das 65. Lebensjahr erreicht.

Ansonsten hörten die 26 Arbeitgeber- und 13 Arbeitnehmervertreter, die sich im Bielefelder Campus Handwerk versammelt hatten, viel Erfreuliches. „Uns geht es gut. Handwerk hat nach wie vor goldenen Boden“, überschrieb die Präsidentin ihren Lagebericht. Sie sprach von einem goldenen Konjunkturherbst „mit dem die Rekordwerte vom Frühjahr noch einmal getoppt werden“.

Der Geschäftsklima-Index klettere auf ein 25-Jahres-Hoch von 91,8 Punkten, betonte Strothmann. Sie stellte das Gesundheitsgewerbe als neue Spitzenposition heraus, dicht gefolgt vom Ausbaugewerbe. Bei den Zulieferer-Gewerken befürchtete sie mögliche Einbußen aufgrund der VW-Abgasaffäre. Die Rednerin zeigte sich jedoch überzeugt, dass angesichts der niedrigsten Arbeitslosenquote seit einem Vierteljahrhundert, der Lohnzuwächse, des niedrigen Zinsniveaus und geringer Inflation die Konsumfreude der Verbraucher ungebrochen anhalte.

Die Fachkräftesicherung bleibt laut Strothmann die größte Herausforderung für die Zukunftsfähigkeit ihrer Zunft. „Wir müssen uns weiterhin bemühen, die berufliche Ausbildung attraktiver für junge Menschen zu machen. Die Berufsausbildung darf nicht als Sackgasse gesehen werden“, appellierte sie. So berichtete Dr. Volker Born vom Zentralverband des Deutschen Handwerks von dem in der Schweiz erfolgreichen Modell, duale handwerkliche Ausbildung mit dem Abitur zu verbinden.

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