Wald für neues Pumpspeicherwerk Lippe
Der unterirdische Kugelschieber ist ein zentrales Element in einem Pumpspeicherwerk.

 „Die Waldflächen des Landesverbandes Lippe im Mörth sind sehr gut geeignet, um dort ein Pumpspeicherwerk anzulegen“, kommentierte Verbandsvorsteherin Anke Peithmann. Pumpspeicherwerke seien angesichts der erforderlichen Umstellung auf erneuerbare Energien wichtige Elemente einer stabilen Stromversorgung  und somit ein Beitrag zum Gelingen der Energiewende in Deutschland.

Das Bauunternehmen Hochtief hat in einer Voruntersuchung im Sommer den Standort Mörth als einen von vier gut geeigneten Standorten im Weserbergland lokalisiert. Es möchte diesen Standort bis zur Baureife entwickeln, eventuell selbst bauen und dann an einen Investor, der das PSW Lippe betreiben soll, verkaufen.

Hochtief rechnet frühestens 2016 mit einem Bauentscheid. Das PSW Lippe mit einer Leistung von 320 Megawatt - dies entspricht der Leistung von mehr als 100 Windkraftanlagen - könnte dann 2021 in Betrieb gehen.

Der Standort auf dem Mörth im Schwalenberger Wald eignet sich nach Einschätzung der Firma Hochtief angesichts der großen Höhendifferenzen sehr gut für das PSW Lippe. Benötigt würden für das Oberbecken bis zu 30 Hektar Fläche vom Landesverband Lippe. „Die nach jetzigem Kenntnisstand betroffene Fläche im Bereich der bisherigen Raketenstation ist überwiegend mit jungen Nadelholzbeständen bewachsen, zumeist Fichten-Reinbestände im Alter von bis zu 50 Jahren“, erläuterte Hans-Ulrich Braun, Leiter der Forstabteilung des Landesverbandes Lippe. „Die Flächen liegen zwar im großflächigen FFH-Gebiet Schwalenberger Wald, stellen selbst aber keine geschützten FFH-Lebensraumtypen dar.“

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