Weder Schalker noch Dortmunder  jubeln
Schalkes Leroy Sane und Augsburgs Daniel Baier (r.) und Schalkes Leroy Sane kämpfen in der Partie in der Veltins-Arena um den Ball. 1:1 ging das Spiel aus.

Daniel Baier (Augsburg) machte in der Veltins-Arena mit seinem Tor in der 89. Minute zum 1:1 (0:0)-Endstand die letzten Hoffnungen der Königsblauen auf das Erreichen des vierten Tabellenplatzes am letzten Spieltag zunichte. Zuvor hatte Klaas-Jan Huntelaar (81.) die Mannschaft von Trainer André Breitenreiter im letzten Saison-Heimspiel vor 62 271 Zuschauern mit 1:0 in Führung geschossen. Am Ende jubelten nur die Augsburger.

Schalke hat als Siebter wie Hertha BSC (6.) und der FSV Mainz 05 (5.) nun 49 Punkte. Drei Zähler Vorsprung und die deutlich bessere Tordifferenz hat Borussia Mönchengladbach nach dem 2:1 gegen Bayer Leverkusen.

Matip, Höger und Heldt werden verabschiedet

Vor dem Anpfiff in der Arena wurden die Schalker Profis Joel Matip (wechselt zum FC Liverpool) und Marco Höger (nach Köln) sowie Sportvorstand Horst Heldt, der zur neuen Saison von Christian Heidel abgelöst wird, offiziell verabschiedet. „Horst, danke für sechs Jahre", sagte Aufsichtsratschef Clemens Tönnies, der von den Fans ausgepfiffen wurde, obwohl er auch die Vertragsverlängerung mit Hauptsponsor Gazprom bis 2022 verkündete. „Es war für mich eine Ehre, für diesen Verein zu arbeiten", rief Heldt den Anhängern zu. Die Ausgangslage war brisant. Denn FCA-Trainer Markus Weinzierl wird seit Wochen als möglicher Nachfolger von Schalke-Coach Breitenreiter gehandelt.

Beim Revierclub verlieh Kapitän Benedikt Höwedes bei seinem Startelf-Debüt in diesem Jahr der Abwehr mehr Stabilität. Die zuvor seit vier Spielen ungeschlagenen Augsburger konnten wieder auf den zuletzt gesperrten Brasilianer Caiuby zurückgreifen. Die Königsblauen bemühten sich um einen konstruktiven Spielaufbau, blieben aber häufig in der vielbeinigen FCA-Abwehr hängen. Die beste Chance hatte zunächst Matip, der aber am reaktionsschnellen Augsburg-Keeper Marwin Hitz (15.) scheiterte. Kurz darauf versuchte es Leroy Sané mit einem direkten Freistoß.

Kurzer Jubel über Huntelaars Tor 

Max Meyer (28.) fand zunächst in Hitz seinen Meister, sein Schuss wenig später strich knapp über das Tor. Dann stand erneut der FCA-Torhüter im Fokus, als er einen 25-Meter-Freistoß von Huntelaar aus dem Eck fischte. Die auswärtsstarken Gäste lauerten vor allem auf Konter, doch bis auf zwei knappe Fehlversuche von Alfred Finnbogason kurz vor und nach der Pause brachten sie offensiv zunächst wenig zustande. Nach dem Wechsel verstärkte Schalke den Druck, entwickelte aber kaum Torgefahr. Dann rutschte Huntelaar in eine Hereingabe des eingewechselten Junior Caicara und sorgte mit seinem elften Saisontreffer zunächst für ausgelassen Jubel beim Schalker Anhang, der nach Baiers Ausgleichstor erstarb.

14. Minute: Siegtreffer für Frankfurt

Vor 51 500 Zuschauern in der ausverkauften Commerzbank-Arena erzielte Stefan Aigner in der 14. Minute den Siegtreffer für Frankfurt im Spiel gegen Borussia Dortmund. Aigner hatte schon vor einer Woche im Derby bei Darmstadt 98 den entscheidenden Treffer erzielt. Die Frankfurter zeigten 75 Minuten lang eine beeindruckende Abwehrschlacht und wurden dafür am Ende belohnt.

Nur ganz am Anfang hatten die Gastgeber wenig Respekt vor dem Tabellenzweiten offenbart. Zwar hatte Eintracht-Coach Niko Kovac seine Elf im Vergleich zum Spiel in Darmstadt etwas defensiver aufgestellt und in Änis Ben-Hatira, Luc Castaignos und Szabolcs Huszti nur drei offensive Spieler auf dem Feld. Dennoch spielten die Hessen zunächst mutig nach vorne. Schon in der neunten Minute hatte Castaignos, der für den gesperrten Haris Seferovic in die Startformation gerückt war, die erste Chance für die Eintracht. Der Niederländer scheiterte aber an BVB-Torwart Roman Bürki. Fünf Minuten später gingen die Frankfurter aber doch in Führung. Nach einer Flanke von Makoto Hasebe köpfte Aigner unhaltbar für Bürki ein. Danach zog sich Frankfurt weit zurück und überließ der Borussia das Spiel. Das Geschehen spielte sich nun fast ausschließlich in der Frankfurter Hälfte ab.

BVB fehlte Entschlossenheit

Doch den Aktionen des BVB fehlte es bei sommerlichen Temperaturen an der nötigen Entschlossenheit. Vor allem Pierre-Emerick Aubameyang schien nicht 100 Prozent bei der Sache zu sein, obwohl sich der Stürmer ja immer noch ein Fernduell um die Torjägerkanone mit Bayern-Stürmer Robert Lewandowski liefert. In der 16. Minute verstolperte der Gabuner in aussichtsreicher Position, acht Minuten später schoss er nach Zuspiel von Marco Reus über das Eintracht-Tor. Ansonsten fiel den Dortmundern aber nicht viel ein, weil die Fünferabwehrkette der Frankfurter sicher stand.

Hummels´ Kopfballtreffer nicht anerkannt

Wenige Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatten die Frankfurter aber Glück, dass ein Kopfballtreffer von Mats Hummels wegen vermeintlicher Abseitsstellung nicht anerkannt wurde. Schiedsrichter Daniel Siebert lag in dieser Situation mit seinem Gespann daneben. Auch nach dem Seitenwechsel vertraute die Eintracht weiter auf ihr Abwehrbollwerk. Angetrieben vor den lautstarken Anhängern verteidigten die Frankfurter mit zehn Mann, machten dies aber so geschickt, dass die Dortmunder zu keinen nennenswerten Chancen kamen.

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