Weniger Unfälle auf Autobahnen
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Lediglich eine Geisterfahrt endete 2012 in OWL mit einem Unfall. Dabei kam der 81-jährige Verursacher Ende November bei Herford ums Leben. Insgesamt waren die Autobahnpolizisten im Verantwortungsbereich des Bielefelder Polizeipräsidiums im vorigen Jahr zu 46 Falschfahrereinsätzen gerufen worden.
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Gleich 19 Prozent weniger Unfälle registrierte die Bielefelder Polizei auf den Autobahnen in ihrem Zuständigkeitsbereich: 2011 krachte es noch 2474-mal, im Vorjahr nur noch 1992-mal. Erstmals seit 1998 sei der Wert damit unter die Marke 2000 gerutscht, heißt es in der Statistik. In 274 Fällen sei der Verursacher geflüchtet.

209 Unfälle endeten im vergangenen Jahr mit Personenschäden (2011: 238). In beiden Jahren kamen jeweils sechs Menschen ums Leben. Einer davon war ein 81-Jähriger, der im November 2012 von der Raststätte Herford-Süd als Geisterfahrer auf die Autobahn 2 fuhr und dabei in ein auf der richtigen Spur fahrendes Fahrzeug krachte. Dessen Fahrer war einer von 107 Schwerverletzten auf den OWL-Autobahnen, 2011 waren es noch 134. Mit 211 registrierte die Polizei auch 61 Leichtverletzte weniger.

Hauptunfallursache war der Polizei zufolge einmal mehr nicht angepasste Geschwindigkeit – und zwar in 44 Prozent aller 384 Unfälle mit nur einer Hauptursache. Auf Platz 2: Fehler beim Überholen mit 28 Prozent. Die Polizei weist aber darauf hin, dass es vielfach mehrere Ursachen gebe. Erfreulich: „Auf konstant niedrigem Niveau“ gab es 18 Unfälle mit Fahrern unter Alkoholeinfluss, 11 weniger als in den zwölf Monaten zuvor.

Im Autobahnbezirk des Polizeipräsidiums Münster ist die Zahl der Verkehrsunfälle 2012 um 8,58 Prozent auf 3497 gesunken. Das teilte Werner Schümchen, Leiter der für die Autobahnen zuständigen Verkehrsinspektion 3, in Münster mit. Im Jahre 2010 waren noch 4239 Unfälle gezählt worden. „Wir sind auf einem guten Weg“, freute sich der Experte.

333 Unfälle mit Personenschaden gab es 2012, das ist ein Minus von 6,72 Prozent gegenüber 2011 und von 17 Prozent gegenüber 2010. 11 Menschen starben im vergangenen Jahr auf den Autobahnen, 112 wurden schwer, 387 leicht verletzt. 1228 Verkehrsunfälle gab es mit Lkw, beteiligt an diesen waren insgesamt 1454 Lastkraftwagen.

Münsters Polizeipräsident Hubert Wimber kritisierte mit Blick auf Geisterfahrer die mangelnde Kennzeichnung an Auffahrten. Während sich Schümchen gegen mechanische Klapp-Krallen auf der falschen Auffahrt aussprach, denkt Wimber über große, reflektierende Tafeln nach.

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