Westerwelle unterschreibt für Corvey

Das Bild zeigt (v. l.) Corvey-Eigentümer Viktor Herzog von Ratibor, Detmolds Regierungspräsidentin Marianne Thomann-Stahl, Höxters Bürgermeister Alexander Fischer und Westerwelle.

„Das Karolingische Westwerk in Corvey ist einzigartig. Deshalb freue ich mich sehr über die Bewerbung als Weltkulturerbestätte. Das Auswärti-ge Amt wird das Antragsverfahren mit Rat und Tat unterstützen“, so Außenminister Westerwelle. Der Politiker unterzeichnete das Weiter-leitungsschreiben an das Welterbezentrum der UNESCO in Paris.

Zahlreiche Abgeordnete aus Ostwestfalen-Lippe von Bundestag, Landtag und europäischem Parlament waren neben Vertretern der örtlichen Politik gekommen und setzten damit ein Signal für die Bedeutung des Antrags.

Es ist das einzige Kultur-Projekt, für das die Bundesregierung einen Antrag im Jahr 2013 einreicht.

Abtei gehörte zu einflussreichsten Klöstern

Die 822 gegründete Benediktinerabtei Corvey bei Höxter im Weserbergland gehörte zu den einflussreichsten Klöstern des Frankenreiches. Ihr missionarischer Auftrag war von großer Bedeutung für die politisch-religiösen Prozesse weiter Teile Europas. Eine aus der Erbauungszeit stammende Inschriftentafel bezeichnet den archäologisch nachgewiesenen Klosterbezirk als Civitas Corvey.

Ideale Vorstellungen von einem Stützpunkt für das Reisekönigtum und ein Großkloster der Karolingerzeit, wie sie mit dem Klosterplan von St. Gallen überliefert sind, konnten aufgrund des zur Verfügung stehenden Geländes weitgehend uneingeschränkt umgesetzt werden.

An keinem zweiten derzeit bekannten Ort des Abendlandes dürfte eine Klosteranlage in dem großzügigen, weit vorausschauenden Stil umgesetzt worden sein wie in Corvey.

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