Widerstand gegen Fracking-Pilotanlagen
Vor Experimenten mit der umstrittenen Fracking-Technologie im Münsterland und in Ostwestfalen-Lippe haben Politiker der Region gewarnt.

Der Einsatz einiger NRW-Landespolitiker für eine Fracking-Pilotanlage im Industriemaßstab in Nordrhein-Westfalen sei bei dem derzeitigen Stand nicht hilfreich. Es müsse am bestehenden Moratorium festgehalten werden, so die Verwaltungschefs des Münsterlandes.

Es gebe überhaupt keine Notwendigkeit und keinen aktuellen Bedarf für Fracking. Bei dem gegenwärtigen Stand der Technik käme Fracking für das Münsterland nicht in Betracht, betonten Oberbürgermeister Markus Lewe (Münster) und die Landräte Dr. Olaf Gericke (Kreis Warendorf), Thomas Kubendorff (Kreis Steinfurt), Konrad Püning (Kreis Coesfeld) und Dr. Kai Zwicker (Kreis Borken).

Ganz ähnlich äußern sich die Grünen in Ostwestfalen-Lippe zu dem Thema. „OWL steht für dubiose Fracking-Vorschläge nicht zur Verfügung“ erklärten die beiden Bezirksvorsitzenden Sigrid Beer (MdL) und Ute Koczy von Bündnis 90/Die Grünen. Auch eine Pilotanlage könne nicht über die gefährlichen Auswirkungen des Aufbrechens von Gesteinsschichten hinwegtäuschen.

Absoluten Trinkwasserschutz könne es bei dieser Technologie, die mit gefährlichen Chemikalien hantiert, nicht geben. „Das wäre für die zahlreichen Mineralbrunnen und Heilquellen in unserer Region eine wirtschaftliche Katastrophe. Die jetzt ins Spiel gebrachte Mogelpackung einer Pilotanlage durch den Multi Exxon, der sich in OWL nicht durch Transparenz ausgezeichnet hat, lehnen wir rigoros ab“, so die Politikerinnen.

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