Windorchester lädt zum Besuch ein
Diese Celli brauchen keinen Musiker: Sie erklingen durch den Wind - zu sehen und zu hören bis zum 16. Mai am Hangar 21 in Detmold.

Sauvageot fügte dafür 500 Windharfen und Glockenspiele, Klangschalen, Trommeln, Celli und  balinesische Flöten aneinander, es sind Hunderte von faszinierende Instrumenten, in deren Saiten, Ventilen, Membranen der Wind einen Spielplatz findet. Aufgehängt an Stangen und Gerüsten, auf einem großen, freien und windigen Gelände vor der Stadt fangen sie jeden Luftzug ein.

Der „symphonische Marsch für Windinstrumente" entsteht beim Gang der Zuhörer durch die Installation. Rein zufällig aber sind die Klänge nicht: Sauvageot sorgt für eine ausgeklügelte Balance aus Klang und Struktur: „Mir ist wichtig, dass hier nicht bloß seltsame Geräusche zirkulieren“, sagt er.

Das Musikerlebnis mit den Gesandten des Windgottes Äeolus entsteht letztlich auch aus den individuellen Reaktionen der Besucher beim Gang durch die Installation. Tatsächlich endet das windgespielte Stück manchmal mit einer zarten Coda, manchmal in einem durchaus dissonanten Finale – es hängt ganz von Wind und Wetter ab.

Geöffnet ist das Luftkonzert bis einschließlich 16. Mai jeweils von 14 bis 20 Uhr. Am 11.Mai ist die Installation nicht zugänglich.

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