Wisente haben vorerst wieder freie Bahn
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Die ausgewilderten Wisente dürfen nach einem Gerichtsbeschluss vorerst wieder frei durch die Wälder der Region ziehen.

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Das bestätigte gestern eine Sprecherin des Gerichts. Ein Waldbauer aus Schmallenberg (Hochsauerlandkreis) hatte vor dem Amtsgericht die Verfügung erwirkt, weil die Wisente seine Buchen geschält hatten. Er will dies nicht hinnehmen, obwohl ihm Schadensersatz zugesagt worden und zum Teil auch schon überwiesen worden war.

10.000 Euro Sicherheitszahlung

Das Amtsgericht kam zu dem Schluss, dass die Wisente nicht mit herrenlosen Wildtieren gleichzusetzen seien. Deshalb müsse der Trägerverein des Projektes als Eigentümer der Tiere solche Schäden verhindern. Der Verein hat dagegen Berufung eingelegt und die jetzt erfolgte Aussetzung der Verfügung beantragt. Dafür leistete er eine Sicherheitszahlung in Höhe von 10.000 Euro.

Bis zum 8. Dezember muss der Verein seine Berufung begründen. Danach wird das Gericht den Termin für die Berufungsverhandlung festlegen. Die Herde war im April 2013 in Wittgenstein freigelassenen worden. Seitdem streifen erstmals seit Jahrhunderten wieder zwölf Wisente frei durch das Rothaargebirge.

Von Waldbesitzern kritisch beäugt

Doch statt nur im Wald in Wittgenstein zu bleiben, zieht es die Herde auch häufig ins benachbarte Sauerland. Die dortigen Waldbesitzer hatten das Projekt von Anfang an kritisch beäugt, weil sie befürchten, dass die Wildrinder Schäden in ihren Baumbeständen anrichten.

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