Zensus: Bürger bleiben Antworten schuldig
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Zahlreiche Fragebögen für den Zensus 2011 sind noch nicht an die Behörden zurückgeschickt worden.
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Seit Mai sammeln die Behörden Antworten zum Beispiel auf Fragen zu Ausbildung, Erwerbstätigkeit und Migrationshintergrund von rund 1,5 Millionen Menschen in 800 000 Haushalten in NRW. Die Erhebungsstellen haben schon viele Haushalte an die Abgabe erinnert, zum Teil mussten die vergesslichen Bürger gemahnt werden. Zur Kasse bitten wollen die Zensus-Stationen die säumigen Bürger aber nur als allerletztes Mittel. "Bevor wir ein Zwangsgeld einsetzen, gehen die Mitarbeiter noch einmal raus und sprechen mit den Leuten", sagte ein Sprecher der Erhebungsstelle in Gelsenkirchen.

Fragebögen nicht ausgefüllt

In Münster haben von 25 000 Befragten mehrere Hundert die Fragebögen noch nicht ausgefüllt. Die Erhebungsstelle in Dortmund hat rund 700 Mahnungen an vergessliche Bürger versandt. Die Statistiker des Landesamts haben seit Ende Juli rund 620 000 Erinnerungsschreiben an nordrhein-westfälische Hauseigentümer verschickt, die den Zensus-Fragebogen noch nicht ausgefüllt hatten. "Wir prüfen noch die Rückläufe", sagte eine Sprecherin des Statistischen Landesamts. Die Behörde hatte für die Gebäude- und Wohnungszählung alle Eigentümer um Angaben zu ihren Wohnungen gebeten.

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