Zu gefährlich: Stadt sperrt Pontonbrücke
Weil Auto- und Radfahrer immer wieder die Verkehrsregeln missachten, hat die Stadt Bochum aus Sicherheitsgründen die denkmalgeschützte Pontonbrücke zwischen Bochum und Hattingen gesperrt.

Jeden Tag zählt die Stadt über eine Videoüberwachung Dutzende Verstöße, darunter Fahren bei Rot oder entgegen der Fahrtrichtung sowie die verbotene Nutzung durch Lkw. Auch nur jeder zweite Radfahrer hielt sich an Ampelzeichen. Das wurde der Stadt zu gefährlich. Künftig dürfen nur noch Fußgänger und Radfahrer über die Brücke. Für Autopendler bedeutet das einen Umweg von vier Kilometern. Die Brücke wurde erstmals 1899 erbaut und 1959 neu gebaut. Sie ruht auf Pontons statt auf Pfeilern. Die Substanz ist inzwischen so angegriffen, dass immer wieder neue Konzepte gesucht wurden, wie zuletzt mit Lkw-Verbot und Ampeln mit Einbahnstraßenregelung. „An die Regeln haben sich die Leute aber nicht gehalten“, sagte am Freitag ein Stadtsprecher. Eine neue Brücke in fester Bauweise kommt wohl aus Platzgründen nicht infrage. Im engen Tal verläuft auch noch eine S-Bahnlinie neben der Ruhr.

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