Zugang zu Medizinstudium erleichtern
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Die Zugangsbedingungen zum Medizinstudium sollen nach dem Willen der Ärztekammer Westfalen-Lippe gelockert werden. Die Abitur-Note soll für die Zulassung zwar Basis bleiben, aber weniger stark ins Gewicht fallen.
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Die Forderungen sind Teil eines Fünf-Punkte-Papiers, das die Ärztekammer Westfalen-Lippe (ÄKWL) am Freitag beim 8. Westfälischen Ärztetag diskutieren und an die Politik richten will. Die Ärzte in Westfalen-Lippe wollen damit zum „Masterplan Medizinernachwuchs 2020“ der Bundesregierung beitragen, der im Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD vereinbart wurde und die Ausbildung kommender Ärztegenerationen neu regeln soll.

Praktische und akademische Kompetenz im Gleichgewicht

Windhorst will die zwölfjährige Ausbildung der Mediziner mit jeweils sechs Jahren Studium und Facharztausbildung möglichst praxisnah gestalten. „Dabei hat sich das Zäpfchen-Studium, also möglichst schnell und glatt durch, nicht bewährt“, sagt der Kammer-Präsident. Psychosoziale Kompetenz und eine stärkere Fähigkeit, sich in die Patienten hineinzuversetzen, sollten eine größere Rolle spielen.
Bernhard Marschall, Studiendekan der Uniklinik Münster, warnt allerdings vor einer einseitigen Praxisorientierung als Alternative zum reinen Pauken für das Staatsexamen. Marschall sieht die akademische Kompetenz, also die Fähigkeit wissenschaftliche Ergebnisse einzuordnen, weiter als wichtigen Baustein für das Medizin-Studium.

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