Zugausfälle durch Streiks bei Eurobahn
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20 Züge blieben am Dienstagvormittag stehen, weil 100 Mitglieder der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG streikten. 
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Nach Angaben der Eurobahn fielen Züge der Regionalexpresslinie 13 von Hamm über Düsseldorf nach Venlo aus. Ersatzbusse seien im Einsatz gewesen. Auch der Eurobahn-Sprinter von Dortmund nach Kassel und die Regionalbahn von Löhne in Ostwestfalen nach Hildesheim in Niedersachsen waren betroffen. Die Gewerkschaft sprach von 100 Beteiligten. Am Mittag seien die Warnstreiks beendet gewesen, erklärten EVG und Eurobahn.

Gewerkschaft wertet Warnstreik als Erfolg

Hintergrund seien die stockenden Verhandlungen um einen Haustarifvertrag.  Die Eurobahn wirft der Gewerkschaft vor, den Verhandlungstisch ohne Angabe von Gründen verlassen zu haben. Noch im Juli sei ein verbessertes Angebot vorgelegt worden. Die EVG habe aber weder darauf noch auf Gesprächsangebote reagiert, sagte Sprecher Marco Vogel in Hamm. Die Eurobahn ist eine Tochter der Keolis-Gruppe, die mehrheitlich der französischen Staatsbahn SNCF gehört. Die Gewerkschaft wertete den Warnstreik als Erfolg. 

Beschäftige warten seit 2009 auf eine Lohnerhöhung

Keolis habe Anfang 2011 mit anderen Unternehmen einen Branchentarifvertrag unterzeichnet, der bei der Bezahlung eine untere Linie einziehe. Derzeit würden Haustarifverträge je nach wirtschaftlicher Lage der Unternehmen ausgestaltet. "Die Eurobahn steht blendend da und wir erwarten, dass sie die Beschäftigten angemessen beteiligt", sagte Vorstand Reiner Bieck. Die Beschäftigten würden seit 2009 auf eine Lohnerhöhung warten.

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