Zukunft von Münsters JVA weiter ungewiss
Die Justizvollzugsanstalt (JVA) in Münster ist baufällig. Anfang Juli musste das Gebäude überstürzt geräumt werden. Der Eigentümer möchte die Haftanstalt teilweise abreißen.

Entsprechende Gutachten liegen der Denkmalbehörde bei der Bezirksregierung inzwischen zur Prüfung vor, wie eine BLB-Sprecherin am Dienstag sagte. Andere Teile, wie die Mauer, das Pförtnerhäuschen und der Eingang könnten nach dem Vorschlag des BLB aber erhalten bleiben, bestätigte sie. Ziel sei es, Platz für Untersuchungshäftlinge zu schaffen - entweder in Containern als Zwischenlösung oder in einem Neubau. Parallel dazu sei man weiterhin auf der Suche nach einem Grundstück in oder um Münster, um eine komplett neue Einrichtung zu bauen.

Das schon lange als baufällig geltende Gefängnis musste Anfang Juli binnen 48 Stunden überstürzt geräumt werden, nachdem ein neues Gutachten akute Probleme mit der Statik festgestellt hatte. Die rund 500 Insassen wurden zum größten Teil in anderen Gefängnissen untergebracht. Mehr als 50 Haftplätze stehen in einem nicht gefährdeten Gebäudeteil zur Verfügung. Was mit dem Gebäude unter Denkmalschutz passieren soll ist in Münster umstritten.

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