Zukunftsforscher gastiert in Ahlen

Wieso viele Prognosen so düster sind, erklärt Zukunftsforscher Matthias Horx unter anderem am heutigen Mittwochabend in Ahlen.

Ab 19 Uhr spricht Horx (57) in der Lohnhalle der ehemaligen Zeche Westfalen in Ahlen über Veränderungsprozesse in der Gesellschaft. Im Vorfeld verriet er der „Glocke“, wieso viele Prognosen so düster sind.

„Die Glocke“: Warum handeln viele Zukunftsprognosen von Verderben und Katastrophen?

Horx: Angst ist Geschäft. Es hat Hochkonjunktur. In einer vernetzten Medienwelt bildet sich eine eigene Erregungs-Ökonomie, mit eigenen Gesetzen und neuen Stars. Man kann den apokalyptischen Spießer, der in uns allen steckt, wunderbar beschwören. Aber auch hier gilt: Die Karawane wird weiterziehen. Was gestern die Islam-Angst war, ist heute Euro-Hysterie. Und morgen die Angst vorm Chinesen oder dem Maya-Weltuntergang.

„Die Glocke“: Müssen wir uns vor der Zukunft fürchten?

Horx: Angst ist eine anthropologische Konstante. Da die Zukunft immer zu einem gewissen Teil unsicher ist und da wir als Menschen verletzlich und sterblich sind, lautet die Antwort: Ja, wir müssen Angst haben, denn das ist unser inneres Wesen! Die viel wichtigere Frage ist jedoch, ob wir uns von Angst blenden und bestimmen lassen müssen.

„Die Glocke“: Wie oft haben Sie sich geirrt?

Horx: Diese Frage kann ich nicht selbst beantworten, weil ich immer befangen sein muss. Aber zunächst einmal geht es in der Zukunftsforschung nicht darum, ungefragt Prognosen über alles Mögliche zu machen.

Wie Matthias Horx zu seinen Erkenntnissen gelangt, und warum er im demographischen Wandel eine Chance sieht, lesen Sie im ausführlichen Interview in der Mittwochsausgabe der „Glocke“ und des „Ahlener Tageblatts“.

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