Zusammenhang bei Bielefelder Explosionen
Bild: dpa
Nach zwei Explosionen in Bielefeld, bei denen Pyrotechnik mitwirkte, sehen die Ermittler jetzt einen Zusammenhang. Offenbar kannten sich die jeweiligen Gebäudebesitzer.
Bild: dpa

Anfang Juni hatten zunächst Serienexplosionen Teile eines Zweifamilienhauses zerrissen. Dabei wurden zwei Bewohner schwer und zwei weitere leicht verletzt. Wenige Tage später flog an anderer Stelle ein Schuppen in die Luft. In beiden Fällen hatten die Besitzer zwar die Erlaubnis zum Arbeiten mit Pyrotechnik. Sie sollen bei der Lagerung aber massiv gegen Vorschriften verstoßen haben.

Im ersten Fall hatte der 42-Jährige nach neuen Erkenntnissen im Keller mit Sprengstoffen hantiert, als es zu einer Explosion und einem Brand kam. Anschließend sollen große Mengen Pyrotechnik explodiert sein. Der Mann wurde schwer verletzt geborgen. Er ist noch nicht vernehmungsfähig. In dem Schutt wurden auch Reste von frei erhältlichen Chemikalien gefunden, aus denen im richtigen Mischungsverhältnis brisante Sprengstoffe hergestellt werden können.

Im zweiten Fall ist die Explosionsursache noch unbekannt. Der Schuppen war zum Unglückszeitpunkt verschlossen. Der 73-jährige Sprengmeister war mit dem 42-Jährigen gut bekannt. Sie hatten regelmäßig gemeinsam mit Feuerwerkskörpern hantiert. Sie hätten sich auch gemeinsam Chemikalien beschafft.

SOCIAL BOOKMARKS