Zuständigkeit bei Kindesmissbrauch wechselt
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Ein Polizist beobachtet Mitte Juni den Abriss der Gartenlaube des Verdächtigen im Missbrauchsfall von Münster mit einem Bagger. In der Laube des Kleingartenvereins sollen mehrere Männer zwei Jungen schwer missbraucht haben.
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„Der Schutz der Kinder hat für uns die höchste Priorität“, hatte NRW-Innenminister Herbert Reul (CDU) den Schritt, die Kreispolizeibehörden von der Zuständigkeit zu entbinden, begründet. Bei allen anderen Sexualstraftaten bleibt die Ermittlungskompetenz bei den Polizeibehörden auf lokaler Ebene. 

Kriminalhauptstellen Bielefeld und Münster in der Region zuständig

Bei den 16 Kriminalhauptstellen im bevölkerungsreichsten Bundesland handelt es sich um die Polizeipräsidien in Aachen, Bielefeld (zuständig auch für den Kreis Gütersloh), Bochum, Bonn, Dortmund, Düsseldorf, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Hagen, Köln, Krefeld, Mönchengladbach, Münster (zuständig auch für den Kreis Warendorf), Recklinghausen und Wuppertal. 

In Nordrhein-Westfalen waren in jüngster Zeit mehrere bundesweit beachtete Kindesmissbrauchsfälle mit einer Vielzahl von Opfern ans Licht gekommen - so etwa in einer Kleingarten-Kolonie in Münster-Kinderhaus und auf einem Campingplatz im lippischen Lügde. In diesen Tatkomplexen wie auch bei dem in Bergisch Gladbach gab es in NRW und darüber hinaus eine Vielzahl von Festnahmen.

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