Zwei Frauenleichen und ein Geständnis
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Zwei tote Frauen sind in Herne innerhalb von vier Tagen gefunden worden.
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Wer die erste Frau ist, die Passanten Tage vorher auf einer Abraumhalde gefunden hatten, ist nach wie vor offen.

Die Sache ist verzwickt: Am Freitag finden Spaziergänger an einem schwer zugänglichen Abhang der stillgelegten Abraumhalde Pluto-Wilhelm im Herner Stadtteil Wanne eine stark verweste Frauenleiche. Schnell ist klar: Die Frau wurde getötet. Eine Mordkommission wird eingesetzt.

Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass es sich bei der Toten um eine seit dem 9. Juli verschwundene Frau handelt. Ihr Ehemann hat sie als vermisst gemeldet. Weitere Ermittlungen führen am Montag zu einem 36-jährigen Mann. Er wird vernommen - und gesteht die Tötung der vermissten Frau. Er führt die Ermittler aber zum Stadtgarten in Wanne, wo er die Tat begangen haben will - rund 1000 Meter entfernt von der Fundstelle der verwesten Leiche auf der Halde. Tatsächlich finden die Beamten im Gebüsch des Stadtgartens eine weitere Leiche. Und es stellt sich heraus, dass es sich bei ihr um die Vermisste handelt.

Identität der zweiten Toten noch unklar

Aber wer ist nun die tote Frau auf der Halde? Bis Dienstag konnte sie noch nicht identifiziert werden. Auch wie lange sie dort lag, wird noch untersucht. Die Polizei setzte inzwischen eine zweite Mordkommission ein. Es werde auch geprüft, ob die beiden Fälle zusammenhängen, sagte ein Polizeisprecher.

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