Rekord beim Neujahrsschwimmen im Sennesee



Kreis Gütersloh (br) - „Sagenhaft. Wahnsinn. Das ist ein Rekord.“ Thomas Jurkschat, Vorsitzender der DLRG Schloß Holte-Stukenbrock ist begeistert. Mit knapp 100 Zuschauern und mehr als 30 Aktiven hat das elfte Neujahrsschwimmen im Sennesee am Freitag so viele Teilnehmer angelockt wie noch nie zuvor.

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Mit einer solchen Entwicklung hatten die Veranstalter nicht gerechnet, als sie sich 2005 erstmals mit einer Hand voll Schwimmern damals noch in Neoprenanzügen in den See gewagt hatten. Inzwischen haben etliche Sportler den Termin in Stukenbrock am Neujahrstag fest in ihren Terminkalender eingetragen.

Zu ihnen zählen auch Melanie und Markus Kampmeier sowie Michael Wenninghaus aus Rheda-Wiedenbrück. Sie hatten im vergangenen Jahr erstmals den Weg zum Sennesee gefunden und waren von der Veranstaltung so begeistert, dass sie in diesem Jahr mit Ralf Eickhoff, Manfred Groß, Elmar Bettentrup, Elmar Neitemeier und Michael Naber noch fünf Freunde mitgebracht hatten. Ralf Eickhoff, Manfred Groß Markus Kampmeier und Michael Wenningkamp sind erfolgreiche Freiwasserschwimmer. Ende August haben sie in 4:20 Stunden die 18,5 Kilometer breite Straße von Gibraltar durchschwommen. „Ein tolles Ereignis“, berichtet Ralf Eickhoff.

Im Sennesee bildet aber nicht die Distanz, sondern die Temperatur die Herausforderung – für den Detmolder Carsten Hilker lediglich ein kleiner Vorgeschmack auf die German Open im bayerischen Wöhrsee. 50, 200, 500 und 1000 Meter will der 44-Jährige dort am kommenden Wochenende zurücklegen. Im Sennesee schwamm er trainingshalber mit Rettungsboje eine knappe Viertelstunde.

Die meisten anderen Teilnehmer hatten es eiliger. Sie kehrten schon nach wenigen Schwimmstößen zurück ans Ufer und freuten sich dort von Thomas Jurkschat das begehrte Eispferdchen – einen an das Frühschwimmerabzeichen Seepferdchen angelehnten Aufnäher – in Empfang nehmen zu können.

Zu den hartgesottenen Schwimmern im Sennesse zählte auch Amelie Becker aus Neuwied. Sie war mit acht Jahren die jüngste Teilnehmerin. Die älteste war wie in den vergangenen zwei Jahren auch schon Inge Reichelt aus Schloß Holte. Das 7,4 Grad Celsius kalte Wasser machte der 81-Jährigen gar nichts aus, denn täglich härtet sie sich im eigenen ungeheizten Pool ab.

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