Routinemäßige Überprüfung im Mordfall Ufuk



Rheda-Wiedenbrück (ae) - Im Zusammenhang mit der Döner-Mordserie beschäftigt sich die Staatsanwaltschaft Bielefeld routinemäßig mit einem unaufgeklärten Mordfall aus Rheda-Wiedenbrück. Sie überprüft, ob Rechtsterroristen am 1. März 2006 den damals 68-jährigen Türken Fevzi Ufuk ermordet haben.

Haben möglicherweise Rechtsextremisten im Jahr 2006 einen 68-jährigen Türken in Rheda ermordet? Dieser Frage geht die Staatsanwaltschaft in Bielefeld nach.

„Als Normalität“, bezeichnete diese Vorgehensweise der Bielefelder Staatsanwalt Christoph Mackel. Entgegen anderslautender Medienberichte sehe die Staatsanwaltschaft bislang keine Parallelen zwischen dem Gewaltverbrechen in Rheda-Wiedenbrück und der Döner-Mordserie, sagte Mackel.

Es handle sich um grundverschiedene Tat- und Opfermuster, konstatierte der Jurist. Eine solche Überprüfung sei bei unaufgeklärten Verbrechen Alltagsgeschäft.

Ufuk war 2006 schwer verletzt vor einer Moschee des türkischen Kulturvereins im Stadtteil Rheda gefunden worden. 30 Stunden später war er gestorben. Er war mit einem gezielten Kopfschuss regelrecht hingerichtet worden.

Die sogenannten Döner-Morde an acht türkischstämmigen Männern und an einem Griechen in den Jahren 2000 bis 2006 gehen mutmaßlich auf das Konto der rechtsextremistischen Gruppierung „Nationalsozialistischer Untergrund“ (NSU).

 

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