Rüther bleibt Chef der Provinzial Nordwest



Münster (be) - Ulrich Rüther (44) bleibt Vorstandsvorsitzender der Provinzial Nordwest. Die Eigentümer des Regionalversicherers – der Sparkassenverband und der Landschaftsverband Westfalen Lippe – haben dem 44-Jährigen in einer Aufsichtsratssitzung am Abend in Münster ihr Vertrauen ausgesprochen.

Ulrich Rüther bleibt Vorstandschef der Westfälischen Provinzial Versicherung in Münster.

Der Manager soll die Versicherung in die anstehenden Fusionsverhandlungen mit der Provinzial Rheinland führen. Zwei unabhängige Gutachten belegten die Gesundheit des 44-Jährigen, teilten die Eigentümer nach der Sitzung mit.

Rüther hatte sich am 5. Dezember mit einem Schraubendreher selbst in die Brust gestochen und anschließend behauptet, er sei von einem Mann angegriffen worden. Eine Woche später widerrief er seine Aussage. Der Fall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt. Begründet hatte Rüther den Vorfall gegenüber Polizei und Staatsanwaltschaft mit den enormen Auswirkungen, die die Turbulenzen bei der Provinzial Nordwest auf seine Familie hätten. Medien hatten zuvor über Interesse der Allianz an dem Regionalversicherer berichtet.

Die Staatsanwaltschaft Münster ermittelt gegen Rüther wegen Vortäuschung einer Straftat. Das Verfahren soll gegen Zahlung einer Geldbuße eingestellt werden. „Der Antrag dafür liegt beim Amtsgericht“, sagte Oberstaatswalt Heribert Beck. Rüther war seit Mitte Dezember krank geschrieben und am Montag an den Schreibtisch zurückgekehrt.

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