Ruhiges Wochenende in der Notunterkunft



Gütersloh (mn) - „Alles ruhig und recht entspannt“: Dieses positive Fazit haben Zugführer André Bechtloff vom Malteser-Hilfsdienst im Kreis Gütersloh und der stellvertretende Kreisrotkreuzleiter Michael Ossenkemper am Sonntagabend für die ersten zwei Tage in der Flüchtlings-Notunterkunft gezogen.

Sind mit den ersten zwei Tagen in der Notunterkunft in der Sporthalle Alte Ziegelei sehr zufrieden: (v. l.) Malteser-Einsatzleiter André Bechtloff, Hausmeister Theodor Kordtokrax und Michael Ossenkemper, der stellvertretende Kreisrotkreuzleiter.

„Das war ein richtig schönes Wochenende“, sagte Bechtloff der „Glocke“. Den am Freitagnachmittag in der Flüchtlings-Notunterkunft in der Sporthalle Alte Ziegelei in Friedrichsdorf angekommenen Männern, Frauen und Kinder aus vielen Ländern helfen zu können, sei trotz der anstrengenden Arbeit ein schönes Gefühl gewesen. „Aber auch wir selbst haben eine unglaubliche Dankbarkeit von den Flüchtlingen erfahren“, so der Einsatzleiter der Malteser. Manche formulierten schon Worte wie „danke“ und „bitte“.

Von der Zentralen Ausländerbehörde in Bielefeld kommend, waren die in Deutschland Asyl begehrenden Menschen zu der Einrichtung an der Friedrichsdorfer Straße gebracht worden. War zunächst von 200 Flüchtlingen die Rede gewesen, so waren es nach Abschluss der Registrierung „nur“ 185, darunter 36 Kinder unter 14 Jahren und 8 Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren. Woher sie kommen, ist vielfach weiter offen. „Wir haben im ersten Durchgang auch mangels Dolmetschern zumeist nur Name, Geschlecht und Geburtsdatum erfasst“, sagt Ossenkemper, der von Seiten des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) für die Notunterkunft verantwortlich zeichnet.

Dessen ehrenamtliche Kräfte haben am Sonntagabend die Betreuung der Flüchtlinge vom Malteser-Hilfsdienst übernommen. Der war am Freitag mit 28 sowie am Samstag und Sonntag tagsüber jeweils mit je 11 Kräften im Einsatz. Zudem waren nachts vier bis sechs Helfer vor Ort. „Unter den gegebenen Umständen ist das alles sehr gut gelaufen“, so André Bechtloff. Die Flüchtlinge, die sich im Kreisgebiet frei bewegen dürften, seien „sehr angenehm, ruhig und hilfsbereit und packen mit an, wenn es was zu tun gibt“.

Texte und Fotos von die-glocke.de sind urheberrechtlich geschützt. Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.