Sanierung kostet 2,3 Millionen Euro



Liesborn (gl). - Mit der von langer Hand vorbereiteten Erneuerung des Lehrschwimmbeckens in Liesborn könnte im nächsten Jahr begonnen werden. Der Bauausschuss hat sich mit der Sanierungsplanung befasst.

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Danach liegt der Vorschlag auf dem Tisch, das Schwimmbecken bis zum Jahr 2021 in vier Abschnitten auf den neuesten Stand zu bringen. Dafür werden Investitionen in Höhe von 2,3 Millionen Euro aufgerufen, wie Norbert Morfeld aus dem Verwaltungsvorstand im Rathaus mitteilte.

Im Frühjahr 2015 war die Gemeindeverwaltung von der Kommunalpolitik beauftragt worden, ein Sanierungskonzept zu erstellen. Die Grundlage dafür bildet ein Gutachten der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen aus dem Jahr 2014. Zwei Fachplaner, einer fürs Gebäude zuständig, der andere für die Technik, haben Entwürfe erarbeitet und sie in Abstimmung mit der Wadersloher Verwaltung zu einem Sanierungskonzept zusammengefügt.

Die Experten machen darauf aufmerksam, dass es etwa mit Blick auf das Wasserleitungsnetz sinnvoll ist, die in dasselbe Gebäude integrierte Liesborner Turnhalle ebenfalls auf Vordermann zu bringen. Hintergrund ist der Umstand, dass die Trinkwasserinstallation in einem Strang sowohl das Schwimmbad als auch die Turnhalle versorgt. „Aufgrund der aktuellen Vorgaben der Trinkwasserverordnung sind Teilsanierungen problematisch. Somit ist das gesamte Leitungsnetz mit allen erforderlichen Anschlüssen und Zapfstellen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen“, erläutert die Gemeindeverwaltung. „Dies bedeutet, dass auch in den Sanitärräumen des Turnhallenbereichs Sanierungen erforderlich werden.“

Zusätzlicher Renovierungsbedarf wurde an der Außenfassade des Gebäudes festgestellt, die nun ebenfalls erneuert werden soll, soweit es den Bereich des Schwimmbads betrifft. Als Grund wird angeführt, dass „die Substanz der nicht tragenden äußeren Mauerschale durch die fortwährende Feuchtebelastung aus dem Schwimmbad stärker in Mitleidenschaft gezogen wurde“ als zunächst ersichtlich war.

Und in einem dritten Punkt gehen die Fachplaner über das Gutachten von 2014 hinaus: War damals die Heizungsanlage aus dem Jahr 1992 als nicht zwingend erneuerungsbedürftig eingeschätzt worden, soll nun auch die Heiztechnik modernisiert werden, voraussichtlich mit einem Blockheizkraftwerk. Für diese veränderte Sicht sprechen nach Angaben der Gemeindeverwaltung zwei Dinge: Die Heizungsanlage sei schon jetzt, also noch vor der zu einem geringeren Energieverbrauch führenden Sanierung, „erheblich überdimensioniert“.

Und zudem sei ein Austausch des Kessels ohnehin in absehbarer Zeit notwendig. Neben der Erneuerung der Heiz- und Wassertechnik steht die Sanierung des Wasserbeckens im Mittelpunkt der Bemühungen, das Bad fit für die Zukunft zu machen. Ob tatsächlich Geld dafür zur Verfügung gestellt wird, um im nächsten Jahr damit zu beginnen, entscheidet sich in den Haushaltsberatungen.

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