Schiris und Menden strafen ASG ab



Ahlen (hh) - Gegen die Spitzenmannschaften Spenge und LIT Handball NSM waren die Oberliga-Handballer der Ahlener SG voll da und haben gewonnen. Am Samstagabend hat das Team von Trainer Sascha Bertow ihr Leistungsvermögen nicht abgerufen und so mit 24:29 (12:16) bei der HSG Menden-Lendringsen verloren.

Man wendet sich mit Grausen: Thomas Lammers (l.) und Trainer Sascha Bertow wirken nicht sehr glücklich an der Seitenlinie.

Die Niederlage an den Zeitstrafen gegen die ASG festzumachen, war Bertow nach dem Abpfiff zu einfach, auch wenn er sich mit HSG-Coach Michael Reiners einig war, dass die Schiedsrichter gegen die Gäste zu hart durchgegriffen hatten. Acht Zwei-Minuten-Strafen mussten die Gäste absitzen, drei davon allein Kai Bekston, der nach 31 Minuten bereits auf die Tribüne wechseln musste. Bis zum 4:4 (8.) war die ASG noch im Soll, doch dann geriet sie über 7:10 (19.) mit 12:16 zur Pause in Rückstand.

„Wir haben nicht zu unserem Angriffsspiel gefunden“, kritisierte Bertow. „Wir haben es vorne nicht gebacken gekriegt und viele Bälle verloren. Das hat Menden dann eben mit Gegenstößen bestraft.“ Zwar hatten sich die Gäste für die zweite Halbzeit eine Menge vorgenommen, doch mit der Umsetzung haperte es. So setzte sich die HSG binnen fünf Minuten auf 19:13 ab. Die Bertow-Sieben steckte nicht auf und verkürzte auf 19:23 (49.).

Da keimte Hoffnung auf, die in doppelter Unterzahl jedoch schnell zunichte gemacht wurde. Die HSG nutzte die Überzahl zu drei Treffern in Folge aus und setzte sich auf vorentscheidende 26:19 (52.) ab. Damit war die Partie entschieden, denn die ASG-Sieben fand kaum Lücken im Mendener Abwehrverband, der sich körperlich sehr präsent zeigte. Über 28:21 (56.) steuerten die Gastgeber einem ungefährdeten Sieg entgegen.

„Wir waren heute nicht auf 100 Prozent, wie in den vergangenen Spielen“, sagte Bertow. „Deshalb haben wir auch verdient verloren.“ Unterm Strich ärgerte sich der ASG-Trainer aber doch über die harten Bestrafungen seines Teams: „Das Spiel war überhaupt nicht unfair. Ich verstehe nicht, warum meine Spieler permanent bestraft und rausgeschmissen worden sind. So ist es ganz schwer, ein Spiel, in dem man hinten liegt, wieder zu drehen.“ Dass man in Menden verlieren kann, hatte Bertow schon im Vorfeld gesagt. „Hier werden auch noch andere Mannschaften Punkte lassen“, ist er sich sicher.

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