Schlieckmann setzt sich die Kreiskrone auf



Verl (msc) - Erstmals in seiner langen Laufbahn hat der Avenwedder Roman Schlieckmann die Kreismeisterschaft der Springreiter gewonnen. Der 43-Jährige setzte sich auf dem von ihm selbst gezogenen neunjährigen Casiro-Sohn Cedric beim Turnier in Verl mit nur zwei Fehlerpunkten durch.

Mit Sätteln kennen sie sich aus. Die Stadtmeister in der Dressur und im Springen drehen die traditionelle Ehrenrunde auf dem Fahrrad: Anja Hansmeier (l.) und Stefan Rehpöhler (r.) mit Verls Vereinsvorsitzender Gaby Koch und Bürgermeister Michael Esken als „Beifahrer“.

 „Souveräner konnte er nicht Meister werden“, gratulierte Reinhard Milchers vom Kreisreiterverband zur Leistung des besten Springreiters der Titelkämpfe im Rahmen des Verler Turniers.

Mit Ruhe und Gelassenheit ritt Schlieckmann im Stechen der Springprüfung der Klasse M durch den Parcours und sicherte sich mit einer Nullrunde in 37,90 Sekunden Platz eins und den Titel. Eine fast schon logische Steigerung nach Platz drei vor zwei Jahren und Platz zwei im vergangenen Jahr. Nur zwei Fehlerpunkte standen zu Buche.

Schlieckmann lobte sein Pferd: „Cerdric ist einfach spitze und will immer seine Leistung abrufen.“. Bei der Hamburger Derbywoche war Schlieckmann noch in der Amateurtrophy gestartet und hatte dort mit einem Sieg auf dem Wallach geglänzt.

Der zweite Platz blieb für Marcel Balsmeier aus Schloß Holte (21 Punkte) auf dem Westfalen Cassias vor Isabell Sielhorst (Spexard) auf dem erfahrenen 19-jährigen Polydor-Sohn Pocalino und 47 Punkten.

Den „Großen Preis“ von Verl sicherte sich zum Turnierabschluss Matthias Berenbrinker aus Schloß Holte. Der für Paderborn startende Träger des Goldenes Reitabzeichens gewann in der schweren Prüfung mit Siegerrunde auf dem zwölfjährigen, in Mecklenburg gezogenen Schimmelwallach Clint ohne Abwurf in 37,26 Sekunden. Auf Platz zwei verdrängte „Temme“ die Münsteranerin Ingrid Klimke. Die Olympiasiegerin hatte die elfjährige Stute Wolterra aus der Holsteiner-Zucht gesattelt und war fehlerfrei nach 38,21 Sekunden über den Zielstrich galoppiert. Dritte wurde Klimke auf dem Trakehner Parmenides (0/38,35) vor der Norwegerin Margrethe Vist Hartmann auf dem siebenjährigen in Holland gezogenen Wallach Fighter (4,25 / 45,71).

Die Dressurprüfung der Klasse M ging an Runa Ellen Lechtenberg aus Schloß Holte auf dem Florestan I-Sohn Fynn Boy (7,6). Dritte wurde die Verlerin Isabell Sielhorst, die für den Reiterverein Sundern-Spexard startet und die Fuchsstute Benicia (7,0) vorgestellt hatte.

Die Reit-Stadtmeisterschaften wurden im Rahmen des Verler Turniers in der Klasse A entschieden. Bei den Dressurreitern siegte Anja Lammert (30 Jahre) zum zweiten Mal nach 2014. Als bester Springreiter bestätigte Stefan Rehpöhler aus Sürenheide seine Klasse. Der 34-Jährige gewann zum zweiten Mal die Titelkämpfe. „Meine Pferde sind zur Zeit einfach gut in Schuss“, bilanzierte Rehpöhler. Auf der Stute Grazia aus der Holsteiner Zucht hatte Rehpöhler im Stechen als erster von neun Startern gleich die beste Zeit mit einem Ritt ohne Fehler (33,85 Sekunden) hingelegt. Auf Platz zwei kam Anna-Maria Heitmeyer auf Finesse (0/36,33). Dritter wurde Danja Wesch auf Cayne (0/36,63). Als Ehrenpreis gibt es traditionell ein Fahrrad. Die beste Dressurleistung (7,6) hatte Anja Lammert auf der Stute Lana del Ray gezeigt. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Anja Deppe und Teresa Franziski.

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