Schul-Aktion macht den Grips fit und mobil



Sassenberg (dor) - Was passiert, wenn man Alkohol trinkt, wie viel Geld gibt ein Raucher, der pro Tag eine Schachtel Zigaretten raucht, pro Jahr für seine Sucht aus. und woran erkenne ich, dass ich internetsüchtig bin? Fragen über Fragen, die auf dem Schulhof Lenya, Justin, Domagoj und Alex – allesamt Sechstklässler der Sekundarschule – gestellt werden.

Auch Bewegung hält gesund. Das erfahren Tijana, Julia, Alec und René an dieser Station. Der überdimensionale Würfel diente den Schülern auf dem Schulhof als Hilfe. Bilder: D. Reimann

An anderer Stelle tauschen sich die Schülerteams über gesunde Ernährung und über Zwischenmenschliches aus und auch die eigenen Stärken jedes einzelnen Schülers werden bei einer Station namens „Superhero“ deutlich herausgestellt. Keine Frage, der Vormittag, den die Fünft- und Sechstklässler der Sekundarschule an zwei Schultagen erleben durften, gestaltete sich spannend und lehrreich zugleich. Das „Body & Grips“-Mobil war zu Gast in der Schule. Das Projekt, das vom Jugendrotkreuz in Kooperation mit der IKK-Classic durchgeführt wird, hat sich der ganzheitlichen Gesundheitsförderung für Jugendliche im Alter von elf bis 16 Jahren verschrieben. Kreatives Lernen, Geschick und Teamarbeit sowie reales Wissen standen bei dem aus 15 Stationen bestehenden Parcours, der auf dem Schulhof aufgebaut war, im Vordergrund. Dort hatten die Teilnehmer Gelegenheit, sich einmal intensiv und auf andere Weise als im Klassenzimmer oder im Elternhaus mit verschiedenen, die eigene Gesundheit betreffenden Themen zu befassen. „Mir ist heute die Bedeutung von Wasser bei der Ernährung erstmals richtig klar geworden“, sagt Sechstklässler Abul. Sein Kumpel Steven fand es besonders spannend, sich einmal selbst einzuschätzen und die eigenen Stärken zu benennen. Schön und wichtig war auch die Erfahrung, die die Kinder bei der Station „laufendes A“ machten. Hierbei stand ein Kind auf Stelzen und konnte nur durch Teamarbeit vor dem Herunterfallen bewahrt werden. Im Bereich Ernährung waren die Geschmacksnerven gefragt. Mit verbundenen Augen galt es hier, Bananenchips, Rosinen, Kürbiskerne, Haselnüsse und Cornflakes herauszuschmecken. Und was eine ausgewogene Ernährung bedeutet, das wurde den Sekundarschülern aktuell anhand der Ernährungspyramide aufgezeigt. Den wiederholten Besuch des „Body & Grips“-Mobils in Sassenberg hatten die Schüler im übrigen Lehrerin Jana Müller zu verdanken. Die Pädagogin weiß um die positiven Effekte der Maßnahme, nicht umsonst ist das „Body & Grips“-Mobil von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung als „Good Practice“-Projekt ausgezeichnet worden.

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