Schwerer Rückschlag für RW Ahlen



Ahlen (hoh) - Rappelt sich RW Ahlen jetzt nochmal auf? Oder war das bereits der entscheidene Rückschlag im Abstiegskampf? Am Samstag hat das Team von Andreas Zimmermann gegen Mitkonkurrent FC Wegberg-Beeck mit 1:2 verloren - obwohl RWA nach 1:0-Führung schon auf dem richtigen Weg war.

Bange Blicke bei Ahlens Trainer Andreas Zimmermann: Am Samstag setzte es im Abstiegskrimi bei Wegberg-Beeck eine 1:2-Schlappe. Foto: Wegener

Der Blick auf die Tabelle offenbart, wie schwer diese Niederlage wiegt. Anstatt nach dem vorherigen 1:1 gegen Spitzenreiter Borussia Dortmund II, das RWA neuen Mut eingehaucht hatte, Boden auf die ebenfalls unterlegenen SV Lippstadt und Bonner SC, den VfB Homberg und eben Wegberg-Beeck gutzumachen, stagniert Ahlen mit 17 Zählern am Tabellenende. Es hätte ein goldener Samstag werden können, doch es wurde mal wieder ein düsterer. Und der direkte Wiederabstieg in die Oberliga rückt immer näher - sofern die Rettung nicht noch am grünen Tisch erfolgt. Dabei war der Auftakt so vielversprechend. Beflügelt vom überraschenden Teilerfolg gegen die U23 des BVB legte Ahlen los wie die Feuerwehr. Nach einer Ecke köpfte Romario Wiesweg zunächst noch drüber (8.), doch nur kurz darauf wurde die starke Anfangsphase belohnt: In der 14. Minute passte Timon Schmitz nach Balleroberung im Mittelfeld zu Jan Holldack, der wiederum zu Phillip Aboagye durchsteckte - und der behielt im Strafraum die Übersicht und schob zum 1:0 ein. Kurz darauf sendete zwar auch Wegberg-Beeck mit einem Pfostentreffer von Jannik Mause (16.) ein Lebenszeichen, ansonsten gehörte die erste halbe Stunde aber den Gästen aus Westfalen. Nach weiteren Gelegenheiten von Marzullo (18./20.) hatte Rot-Weiß in der 23. Minute aber auch ein wenig Pech: Nach Zuspiel von Aboagye traf Stürmer Marzullo zwar ins Tor, soll dabei aber im Abseits gestanden haben. So sah es zumindest Schiedsrichter Cedric Gottschalk. Die wütenden Ahlener Proteste verhallten ungehört, es blieb beim 1:0. Jetzt ebbte der Ahlener Schwung ein wenig ab, die Partie war nun von viel Kampf und Krampf sowie wenigen Offensivaktionen geprägt. Und dann, unmittelbar vor der Halbzeit, fiel der Ausgleich aus dem Nichts. Nach einem weiten Ball aus der Hälfte von Wegberg-Beeck rutschte die Kugel einem rot-weißen Innenverteidiger über den Scheitel. Nutznießer war Mause, der zum 1:1 einschob. Im zweiten Durchgang blieb die Partie zerfahren, RWA fand nicht mehr in sein Spiel aus der Anfangsphase zurück. Stattdessen führten mal wieder individuelle Fehler zu einem entscheidenden Gegentreffer: In der 53. Minute vertändelte Daniel Francis an der Außenlinie zunächst den Ball, daraufhin wusste sich Mohamed El Bouazzati nicht anders zu helfen, als seinen davoneilenden Gegenspieler unsanft am Trikot zu zerren. Den fälligen Elfmeter verwandelte Shpend Hasani zum 2:1 für die Hausherren - und jetzt stand RW Ahlen richtig unter Druck. Zwar wechselte Trainer Zimmermann zur Schlussphase noch vier frische Offensivkräfte ein, doch bei allem Bemühen brachte Rot-Weiß zu wenige zwingenden Aktionen zustande. Bereits in der Nachspielzeit scheiterte der vorgerückte Kevin Kahlert aus kurzer Distanz am Torwart, dann war Schluss. Und RW Ahlen am Boden.

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